Alles oder
nichts
Untersuchungen
zur
Skorpionsonne, zu Pluto und zum 8. Haus
von Susanne Gruber
Diplomarbeit von Susanne Gruber im Rahmen der Ausbildung
zur psychologischen Astrologin in der Schule für Persönlichkeitsentfaltung SPE
in Basel.
geschrieben von Dezember 2006 bis April 2007
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Copyright by Susanne Gruber,
Oftringen AG
Alle Inhalte unterliegen dem Urheberrecht und dürfen
ohne Genehmigung der Autorin in keiner Weise verwendet werden.
Susanne Gruber, 29. April 2007
Der Skorpion
Vorkommen/Verbreitung:
Die zu den Spinnentieren zählenden Skorpione sind in allen Erdteilen
verbreitet, vorwiegend in tropischen und subtropischen Gefilden. Besonders
häufig findet man sie im Süden der USA, in Mexiko und Nordafrika. Ausgesprochen
giftige Skorpionarten kommen in Mexiko, Brasilien, Tunesien, Algerien und
Marokko vor. Ein im Mittelmeerraum regelmäßig anzutreffender Skorpion
(Euscorpius italicus) ist harmlos.

Symptome:
Im Gegensatz zu den Spinnentieren beißen Skorpione nicht, sondern sie stechen
ihr Opfer und entleeren dabei ihr Gift. Die Einstichstelle ist in der Regel wie
nach einem Wespenstich sehr schmerzhaft, nachfolgend geschwollen und gerötet.
Mitunter kann es zu Bläschenbildung und Taubheitsgefühl kommen. Diese lokalen
Symptome können mehr oder weniger prompt von allgemeinen Krankheitszeichen
begleitet werden. Besonders bei Kindern treten diese frühzeitig und heftig in
Erscheinung. Dabei kommt es zu Übelkeit, Bauchkrämpfen und Erbrechen, zu
Schweißausbruch und Kurzatmigkeit. Neben verschwommenem Sehen und verwaschener
Sprache kann es auch zu Muskelkrämpfen und vor allem bei Kindern zu einer
generalisierten Unruhe kommen. In schweren Fällen stellt das Ansteigen von
Blutdruck und Herzfrequenz eine lebensbedrohliche Kreislaufkomplikation dar.

Gefahr:
Unter den circa 1500 verschiedenen Skorpionarten sind weltweit weniger als 25
in der Lage, durch Stichverletzung einen Menschen tödlich zu vergiften. In der
Regel werden nur geringfügige lokale Reaktionen hervorgerufen. Kinder werden
häufig gestochen, wenn sie mit Skorpionen spielen möchten.

Vorbeugende Maßnahmen:
Mit Skorpionen muß man vor allem beim Kampieren im Freien in den oben angegebenen
Regionen rechnen. Skorpione greifen von sich aus nicht an sondern versuchen zu
fliehen. Zu Stichverletzungen kommt es nur, wenn das Tier in eine Zwangslage
getrieben wird. Kleidung und Schuhe sollten vor dem Anziehen gründlich
inspiziert bzw. ausgeschüttelt werden. Um einen Stich zu verhindern sollte man
nicht auf das Tier schlagen, sondern es rasch mit der flachen Hand abstreifen.
Nachts sollte man Wege und Schlafplätze sorgfältig ausleuchten. Insektensprays
sind meist nicht hilfreich.
Und weiter: Der Skorpion ist
außerordentlich schwer zu beurteilen, er ist eine komplizierte Natur, hat viele
Kämpfe zu bestehen und das Innere hält er für die äußere Welt verborgen.
Verschlossenheit und Verschwiegenheit, starke Gefühle, große Spannung, das sind
Eigenschaften des Skorpions.
Inhalt
I.
Die Einführung 4
II.
Die Typenbetrachtung 6
III.
Die Untersuchungen 8
Max
Skorpionsonne und –aszendent
Pluto am MC
Mara
Skorpionsonne, aufsteigender Mondknoten und Skorpionmerkur am MC, alle
in Konjunktion
Massimo
Skorpionsonne am MC, Skorpionmond, Skorpionmars und Skorpionneptun am
MC, alle in Konjunktion
Gerold Stadler
Skorpionsonne mit Pluto Konjunktion Venus am MC
Susanne
Fischsonne
Geboren im 8. Haus mit Opposition zu Pluto und Skorpionmars Konjunktion
absteigender MK im Skorpion
IV.
Das Schlussergebnis 21
„Pluto kennt keine Ideale. Sein Daseinszweck ist das
Ueberleben“
(Noel
Tyl).
I.
Die Einführung
Der Frosch und der Skorpion
Ein Skorpion trifft am Ufer eines Flusses einen
Frosch.
"Lieber Frosch, nimmst du mich auf deinem Rücken mit ans andere
Ufer?",
fragt der Skorpion.
"Ich bin doch nicht lebensmüde. Wenn wir auf dem
Wasser sind,
dann stichst du mich und dann sterbe ich", antwortet der Frosch.
"Nein, wenn ich dich steche, dann gehe ich doch auch unter und sterbe", sagte der Skorpion.
"Das leuchtet mir ein. Steig auf meinen Rücken", sagt der Frosch.
Kaum sind sie ein paar Meter geschwommen,
verspürt der Frosch einen stechenden Schmerz.
"Verdammt, jetzt hast du mich ja doch gestochen. Jetzt sterben wir beide", sagt der Frosch.
"Ich weiss. Tut mir leid, aber ich bin ein
Skorpion, und Skorpione stechen nun mal",
antwortet der Skorpion.
Meine Diplomarbeit soll sich dem Zeichen Skorpion und seinem Begleiter
Pluto widmen. Dabei möchte ich mich nicht einfach auf eine Typenbeschreibung
beschränken. Mich hat es besonders gereizt,
schwierige Konstellationen zu untersuchen. Der Skorpion muss dabei nicht
einmal das Sonnenzeichen sein. Schwierige Skorpionkonstellationen können auch
in Horoskopen von anderen Sonnen vorkommen.
Ich habe mir lange überlegt, die
„schwierigen Konstellationen von Skorpion, Pluto und dem 8. Haus“ in den
Titel einzubringen. Ich bin dann zum Schluss gekommen, dass eine solche
Bezeichnung bereits eine Typisierung darstellen würde. Im Volksmund gilt der
Skorpion als „schwieriges Sternzeichen“. Eine Typisierung schon im Titel würde
diesem Vorurteil nur wieder Recht geben und eine neutrale Betrachtung verunmöglichen.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Position von Ausdrücken „schwierig,
negativ, schlecht“ in jedem Horoskop deplaziert wäre. Darum möchte ich von
diesem Abschnitt an nur noch von aussergewöhnlichen Konstellationen oder von
solchen mit Herausforderungen sprechen. Es gibt meiner Meinung und mittlerweile
auch meiner Erfahrung nach keine negativen oder schlechten Horoskope. Es gibt
spezielle Stellungen, die vielleicht ein gewisses Mass an Vorsicht verlangen
oder sich eher ungünstig auf eine bestimmte Lebenssituation auswirken können.
Wie schliesslich die Lebenssituation gemeistert wird, ist aber dem
Individuum überlassen. Eine herausfordernde Konstellation muss nicht zwingend
Pech, Krankheit oder Unglück bedeuten genauso wie eine optimale Stellung – wenn
es diese überhaupt gibt – nicht bedingungslos Glück hervorbringen muss. Ein
jeder ist bekanntlich seines Glückes Schmid, und Glück ist nicht, was die Masse
darunter versteht, sondern das, was jeder selber für sich bestimmt.
Auf diese Weise habe ich die Fälle analysiert. Ich habe zuerst die
auffällige Konstellation kurz beschrieben und dann die Erwartungshaltung, die
wir in eine solche Konstellation hineininterpretieren erläutert. Dann habe ich
jeweils einen Kurzabriss über den betroffenen Teil der Lebensgeschichte
aufgezeichnet. Möglicherweise hat die jeweilige Konstellation auch einen
Einfluss auf andere Lebensbereiche und möglicherweise sind auch weitere
Horoskopteile für diesen Lebensteil verantwortlich. Ich habe mich aber explizit
auf die spezielle Skorpion- und Plutokonstellation konzentriert und darum den
Rest des Horoskops wenig berücksichtigt. Es soll sich ja um die Analyse von
auffälligen Skorpion- und Plutokonstellationen handeln und nicht um eine umfassende
Horoskopanalyse. Am Schluss habe ich dann jeweils die Schlussfolgerung gezogen
und dargestellt, wie sich die Konstellation bei der betroffenen Person
tatsächlich präsentiert und ausgewirkt hat.
Das Themengebiet Skorpion und Pluto begleitet mich seit langem
persönlich. Ich hatte schon vor meinem Astrologiestudium besondere Verbindungen
zu Skorpionen und die plutonischen Themen haben mich seit jeher fasziniert.
Mittlerweile erkenne ich dieses Interessengebiet als ein Vermächtnis meiner 8.
Haus-Sonne. Mein absteigender Mondknoten zusammen mit Mars im Skorpion haben
mich die dunklen Kräfte des Skorpions schon heftig am eigenen Leibe spüren
lassen. Die Untersuchungen meiner eigenen inneren Welt zusammen mit derjenigen
von anderen faszinierenden Skorpionpersönlichkeiten haben mich darum zu dieser
Diplomarbeit gebracht.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Kandidaten/innen bedanken,
welche sich zur Verfügung gestellt haben. Es handelt sich dabei ausser bei mir,
der 8. Häuslerin, allesamt um Skorpione und wie es nun einmal ein fast
stereotypisches Merkmal für den Skorpion ist, haben fast alle den Wunsch nach
Diskretion und Anonymität geäussert. Einer ist tot und mir nur aus den Medien
bekannt. Es handelt sich um den Ehemann und Mörder von Corinne Rey-Bellez. Aus
den Medien habe ich auch seine Daten, sodass ich annehmen durfte, dass einer
Auswertung nichts im Wege steht. Um dem Wunsch der anderen zu entsprechen habe
ich mit Pseudonymen gearbeitet.
II.
Die Typenbetrachtung
Der Skorpion
Leidenschaftlich, tiefgründig, unergründlich, instinktiv, unnachgiebig,
durchschauend, geheimnisvoll, eifersüchtig, sinnlich, scharfsinnig – so kennt
man den Skorpion. Im Volksmund wird ihm ein scharfer Stachel und
leidenschaftlicher Sex nachgesagt.
Der Skorpiongeborene zeichnet sich durch seine Charakterstärke und seine
Unnachgiebigkeit aus. Wofür er sich einmal entschieden hat, dazu steht er auch.
Faszinierend an ihm ist seine unglaubliche Ehrlichkeit. Nichts graut ihm mehr
als Lügen und Unwahrheiten. Dabei ist nicht nur er die Wahrheit in Person, er
ist auch ein Seismograph der Ehrlichkeit und spürt Unwahrheiten sehr schnell.
Unehrliche, wankelmütige oder undurchschaubare Menschen kann er nicht
ausstehen. Dabei ist er die Undurchschaubarkeit in Person. Er lässt sich nicht
gerne in die Karten blicken und es braucht viel, um einen Skorpion an die
Oberfläche zu locken.
Er liebt die Intensität, will die Dinge durchschauen. Was oder wer ihn
einmal fasziniert, das oder den lässt er nicht mehr so schnell los. Er hat
allgemein Mühe mit dem Loslassen. Was er hat, möchte er behalten. Sollte es
aber doch einmal zum Moment der Trennung gekommen sein, will und wird er sich
der Sache oder der Person mit derartiger Intensität entledigen, dass er sich
später kaum mehr je daran zurückerinnern wird. Hat er dann doch einmal
losgelassen, so ist es für immer.
Überhaupt gibt es für ihn nur ein entweder oder. Mit Halbherzigkeiten
kann er nichts anfangen. Er kennt entweder die völlige Begeisterung oder die
vollständige Ablehnung beziehungsweise Interesselosigkeit. Trotz seines
Scharfsinnes, dem kaum etwas entgeht, wird er Dinge, die ihn nicht
interessieren, filtern und nicht zur Kenntnis nehmen.
Abwechslung ist nicht unbedingt sein Ding. Wenn er einmal etwas entdeckt
hat, das ihm gefällt und ihn immer wieder aufs Neue begeistert, wird er dabei
auch bleiben. Dabei kann es sich um eine Arbeit, um einen Wohnort, um eine
Liebesbeziehung oder um ein Hobby handeln. Von sich aus wird er kaum in neue
Gebiete aufbrechen – wenn das neue Gebiet nicht eine besondere Anziehungskraft
auf ihn ausstrahlt.
So ist er unter den Sternzeichen auf das mit der grössten Treue. Treulos
in gewissem Sinne wird er nur sein, wenn die aktuell angehimmelte Person nicht dem
Erfüllen der grossen Liebe, sondern dem sexuellen Erlebnis dient. Aber auch in
dieser Situation wird er der Person nichts vormachen. Sie wird von vornherein
wissen, was sie von ihm erwarten kann und was nicht.
Was ihn fasziniert ist alles Dunkle und Unergründliche. Er fühlt sich
meistens magisch angezogen von den Themen Tod, Sexualität und Macht. Wenn
nicht, dann geht er diesen Bereichen vehement aus dem Wege. Die Faszination
weicht dann einer regelrechten Aversion, was wieder seinem Entweder-oder-Verhalten
entspricht.
Er kennt alle Abgründe des Lebens, aber keine Halbheiten oder
Kompromisse. Er kann sehr machtgierig,
eifersüchtig und nachtragend sein. Im negativen Falle kann er mit Sarkasmus,
Pessimismus, Rachsucht und gar Jähzorn reagieren. Auf keinen Fall aber lässt er
sich in die Karten schauen und versucht, seine Fehler zu verstecken.
Pluto
Pluto ist der Planet des Zeichens Skorpion. Er gilt als der äusserste
Planet unseres Sonnensystems. Er wurde erst 1930 entdeckt, nachdem aufgrund von
Berechnungen jahrelang nach ihm gesucht worden war. Er ist weiter entfernt von
der Sonne als Neptun und er braucht 250 Jahre, um die Sonne einmal zu
umkreisen.
Pluto gilt neuerdings nur
noch als Zwergplanet und soll somit kein Planet mehr sein. Dieser Aussage
stelle ich persönlich gegenüber, was denn ein Zwerg-PLANET anderes sein soll
als das, was schon sein Name sagt. Ein Schäferhund wird auch nicht durch die
Spezifizierung auf die Rasse von der Gattung Hund entfernt.
Mythologisch
gesehen wird Pluto Hades gleichgesetzt, dem Gott der Unterwelt.
Pluto ist der Planet der Macht. Er gibt Macht, nimmt Macht, kann
Ohnmacht auslösen. Ganz aktuell wurde ihm Macht genommen, indem er zum
Zwergplaneten degradiert worden ist. Wie Pluto sich das gefallen lassen wird,
ob er uns loslassen, fallenlassen und vergessen wird oder ob er sich mit Wucht und Intensität wehren wird, wird uns
die Zukunft zeigen. Vielleicht will er sich auch verstecken, sich auf skorpionische
Art nicht in die Karten schauen lassen und aus dem Untergrund heraus agieren.
Pluto
zeigt uns unser tiefstes Innenleben, sucht nach Einsicht und Wahrheit. Er kann
die schlimmsten Seiten in uns zum Vorschein bringen. Er kann zerstören und
gleichzeitig wieder neues erschaffen. Er will, dass wir Macht haben, über uns,
über unser eigenes Leben und über die Welt. Die plutonischen Seiten in uns
empfinden wir oft als dunkel. Wenn wir
aber lernen, die Macht anzunehmen und mit ihr umzugehen, kann uns Pluto ganz
neue Wege eröffnen und uns mit seinem Tiefgang reiche Erfahrungen mit unserem
Innenleben bescheren.
Pluto ist ähnlich dem yin-yang-Prinzip durch
Transformation gleichzeitig neu erschaffend wie auch zerstörend. Er steht
symbolisch für die Gegensätze von Licht und Finsternis, Macht und Ohnmacht oder
Geburt und Tod.
Das 8. Haus
Das 8. Haus entspricht dem Zeichen des Skorpions. Menschen, die im 8.
Haus geboren sind, haben immer wieder mit den Themen Macht und Ohnmacht zu tun.
Dem 8. Haus wird auch die Macht in der Gesellschaft und in der Politik
zugeschrieben. In diesem Haus sind Tabus und Grenzerfahrungen zuhause. Wer hier
zuhause ist, beschäftigt sich mit Tiefgründigkeiten, geht den Dingen auf den
Grund, überschreitet Grenzen und Tabus. Die Macht des Geldes, Sexualität, Tod
und Okkultismus sind Themen dieses Hauses.
III.
Die Untersuchungen
Max 27.10.1951
7.35 h in Basel
Skorpionsonne im 12. Haus mit Aszendent Skorpion, Skorpionmerkur
Pluto als Leitplanet am MC
Auffälligkeit: Bei Max finden wir die Spezialität, dass der
Aszendent dem Sonnenzeichen Skorpion entspricht. Er ist im 12. Haus geboren,
was die Sache noch spannender macht. Auch Merkur befindet sich im Zeichen
Skorpion. Pluto ist überdies sein Leitplanet
- er steht 2 Grad neben dem Medium Coeli.
Kurzabriss: Max kennt die Höhen und Tiefen des Lebens. Ihm wurde
schon der Boden unter den Füssen weggezogen und er hat schon einige unangenehme
Erfahrungen in Sachen Krankheit und Beziehung gemacht. Er hat sich aber stets
wieder aufgerafft und weiss, wie er mit sich und seinen Kräften umgehen muss.
Im Rückzug ist er gerne für sich alleine. Er ist im Prinzip ein Einzelgänger,
auch wenn er die Gesellschaft anderer gerne hat.
Erwartungen: Der Aszendent ist unser Auftreten nach
aussen. So nimmt uns die Aussenwelt als erstes wahr. Wenn Aszendent und
Sonnenzeichen sich entsprechen, erwarten wir einerseits einen Menschen, der gar
keine Fassade hat, der uns also mit seinem wirklichen Ich begegnet. Wie er uns
erscheint, so ist er auch. Wenn es sich beim besagten Zeichen allerdings um den
Skorpion handelt, treffen wir andererseits vielleicht gerade deswegen einen
Menschen, der seine Seele nicht gerne offen darlegt. Er ist vorsichtig und will
genau wissen, wem er wie viel von sich preisgibt. Er versteckt sich dabei aber
nicht. Er spielt mit offenen Karten, ist ehrlich und steht zu seinen Worten.
Lieber sagt er nichts, als etwas Falsches.
Dem Skorpionaszendenten wird eine genaue Beobachtungsgabe nachgesagt. Er
hat scharfe Augen – im physischen wie auch im übertragenen Sinn. Im physischen
Sinn erkennt man ihn an seinen intensiv blickenden, durchdringenden Augen. Ihm
entgeht optisch nichts und ihm entgehen auch keine anderen Vorkommnisse –
sofern er dies denn will. Er sieht weniger die Grobübersicht, sondern eher
genaue Details, und von denen natürlich nicht alle. Er sieht alles, was für ihn
von Interesse ist.
Max wird auch gesehen. Ohne sich gross bemühen zu müssen, wird er als Respektsperson
anerkannt und steht im Mittelpunkt (beachte auch Löwe am Medium Coeli). Dabei
ist es nicht etwa so, dass die Leute sich um ihn scharen und ihn zum Gruppenkönig
erheben. Er steht einfach da und ist nur mit seiner Erscheinung eine
dominierende Persönlichkeit.
Innere Erregungen sieht man ihm nicht an. Er kann auch bei intensiver
innerer Aufwühlung nach aussen cool und ruhig bleiben.
Wie es beim Skorpion im Inneren ist, so ist es beim Skorpionaszendenten
im äusseren. Es gibt für ihn nur schwarz und weiss. Mischtöne kennt er nicht.
Entweder ist er die Ruhe selber oder er kann rachsüchtig, bösartig und
zerstörerisch werden. Seine Erscheinung ist entweder auffallend attraktiv oder
er ist die Hässlichkeit in Person. Er lebt entweder leidenschaftlich bis an
seine Grenzen oder er zieht sich von der Aussenwelt zurück und fristet sein
Dasein als einsamer Steppenwolf mit oberflächlichen Beziehungen zu den Menschen.
Mit seiner Sonne im 12. Haus fühlt Max sich
vermutlich manchmal hin- und hergerissen zwischen dem eitlen Wunsch der Sonne,
sich der Welt zu präsentieren und zwischen der Suche nach Abgeschiedenheit und
Rückzug aus der Welt und vom bewussten, analytisch denkenden Dasein. Um diese
Zerrissenheit zu besiegen und um skorpionmässig die Kontrolle zu bewahren, ist
es gut möglich, dass er die Existenz seines eigenen Unterbewusstseins ignoriert
und sich auf den bewussten Raum konzentriert. Er ist überhaupt ein sehr bewusst
denkender Mensch, der die Umwelt an seinem Ego misst und nicht umgekehrt (stark
besetzter vierter Quadrant). Bei ihm gibt es keine unbewussten und
unkontrollierten Gefühlsäusserungen und Handlungen. Sein Weltbild baut er sich
aus Vernunft und Realismus auf. Spirituelle und geistige Wünsche unterdrückt er
von Anfang an, weil er Angst hat, in solchen Erfahrungswelten die Kontrolle zu
verlieren.
Max definiert die Welt über sich. Seine Eigenständigkeit und seine
Rückzugsmöglichkeiten sind ihm das wichtigste. Er lebt sein Leben, wie er es
will. Er kennt keine Fremdbestimmung.
Er hört anderen zwar gerne zu, ist beliebter Ansprechpartner, kann andere
gut durchschauen und sich gut in deren Probleme hineinversetzen. Sich aber
wirklich in die andere Person hineinversetzen, das kann er nicht. Es besteht
stets eine Grenze, ein Zaun, den er nicht einreissen will. Seine Planeten enden
im 9. und im 5. Haus – näher als auf eine freundschaftliche Distanz lässt er
niemanden heran.
Er ist gerne viel allein. Er braucht den Rückzug aus der Hektik seines
Alltags auch, denn es wird oft viel von ihm erwartet. Max ist sich seine
Eigenständigkeit, die alleinige Kontrolle über sich und über andere und sein
Alleingang so gewohnt, dass eine Abweichung von dieser Linie ihm richtig den
Boden unter den Füssen wegziehen könnte. Dies kann gut passieren – vor allem im
Beziehungsbereich – weil Max andere zwar wie erwähnt gut verstehen, sich aber
nicht auf sie einlassen kann.
Im 12. Haus kann es auch sein, dass Max in einer Scheinwelt lebt. Er
macht sich vielleicht etwas vor, das gar nicht ist. Er sieht die Welt durch
seine Augen - seine Ansichten sind ihm ja am wichtigsten – es könnte aber auch
eine vernebelte Sicht der Dinge sein.
Der Pluto als Leitplanet für Max gibt ihm viel Macht,
aber auch viel Ohnmacht. Er möchte die Macht über sich und über andere haben,
und er hat sie auch. Man beachtet ihn und schätzt seine Autorität. Er kümmert
sich auch gerne um andere (was seinem 12. Haus gut tut). Im schlechten Fall könnte
er seine Macht schamlos ausnützen und sich in Beziehungsangelegenheiten als
sehr eifersüchtig und besitzergreifend zeigen. Max definiert die Welt über
sich. Er versteht vielleicht schon, warum andere Menschen Probleme mit ihm
haben könnten, ist dann aber nicht bereit - oder hat Schwierigkeiten -, sich
näher auf die Person/Personen einzulassen.
Wenn Max der Boden unter den Füssen weggerissen wird, kann die Macht in
eine schlimme Ohnmacht wechseln. Max verliert dann die Kontrolle und könnte
krank werden. Der Boden kann ihm schon mal weggerissen werden, wenn z.B. die
ihm nahe stehenden Personen sich von ihm abwenden, weil sie sich von ihm
vielleicht unverstanden fühlen o.ä. oder wenn tatsächlich der Fall der
Scheinwelt auftritt und er sich im Zusammenbruch einer solchen wieder findet.
Mit dem Skorpionmerkur am Aszendenten ist Max ein
äusserst geschickter Redner. Er kann sich gut selbst darstellen, ohne sich
selber wirklich preiszugeben. Er kann äussert gut manipulieren und mit Worten
Macht ausüben.
Wie es ist: Wenn Max auf der Bühne erscheint, ist ihm der Platz
in der Mitte sicher. Ohne dass er Worte verlieren würde, erkennt ihn die
Umgebung als Autorität und macht ihm wie selbstverständlich Platz. Seine Aussagen
werden verfolgt und er bringt es fertig, sich auch im unruhigsten und
hektischsten Raum ohne es zu Wollen Gehör zu verschaffen. Die Blicke richten
sich auf ihn und man hört ihm zu. Was er sagt, gilt. Man schenkt seinen Worten
mehr Glauben als den Worten anderer. Er übt ungewollt eine Art faszinierende
Autorität aus, die bei der Umgebung eine fast gurumässige Anhänglichkeit
auslöst.
Was augenfällig ist, ist das Max doch sehr gerne über sein Seelenleben
spricht. Sein Skorpionmerkur lässt ihn zu einem analytischen, nachdenklichen
und in der Tiefe grabenden Erzähler werden.
Die körperlichen Merkmale haben sich bei Max in der positiven Form
geäussert. Seine Erscheinung ist äusserst attraktiv und seine Augen sind
stechend blau. Seine Sehfähigkeit entspricht der Typenbeschreibung voll und
ganz – er hat ausserordentlich gute Augen und brauchte bis zum jetzigen Tag
keinerlei Sehhilfen.
Den Zusammenbruch einer Scheinwelt und die Erfahrung, dass eine nahe
stehende Person sich von ihm abwendet, hat er schon erlebt. Um das 45.
Altersjahr herum ist ihm eine Scheidung widerfahren und er durchlebte zur
selben Zeit eine schwere, depressive Phase. Zur ganzen Tragik hinzu kamen
schwere Hüftgelenkprobleme. Max konnte in dieser Zeit fast nicht mehr gehen und
hat den Gang vorwärts quasi mit Hilfe, das heisst mit Hüftgelenkprothesen,
wieder gefunden. Welches der drei Ereignisse nun zuerst da gewesen ist und
schliesslich das andere beeinflusst hat, ist für ihn schwer zu sagen. Wahrscheinlich ist es auch völlig unwichtig,
welches dieser drei Geschehnisse nun zuerst da war. Die Quintessenz daraus war
wohl, dass Max in seinem Leben eine neue Richtung einschlagen musste.
Dies hat Max getan. Für ihn als klassischen Einzelgänger war der Verlust
der Familie und des Hauses eine Befreiung. Er hat gelernt, das Gefühl der
sozialen Sicherheit und der Materie loszulassen. Wichtig zu ergänzen ist, dass
diese Attribute für Max nämlich gar nicht wichtig sind. Sie erscheinen im
Horoskop gar nicht gross. Die Befreiung von der Familie hat wohl auch seinem
absteigender Mondknoten im 10. Haus Freude bereitet. Für diesen ist Max der
klassische selbstständige, unabhängige Einzelgänger.
Die Hüftprobleme haben ihn als sportlich sehr aktiven Menschen sehr in
den Boden gedrückt. Er sah sich mit den Gehproblemen schon als invaliden
Menschen, dem seine ganze Lebensfreude gestohlen worden ist. Aber auch diese
Talfahrt hat er überwunden und dazu genutzt, den Überraschungen des Lebens mit
Euphorie entgegenzusehen. Er macht bereits heute Pläne für die kommende Zeit
des Alters, in dem seine sportliche Aktivität stillgelegt sein wird, und möchte
sich dann im musischen Bereich weiterentwickeln.
Der Widerspruch zwischen Zusammensein mit anderen und einsamem Dasein besteht
für Max nicht. Er fühlt sich nicht hin- und hergerissen zwischen Rückzug und
dem Verweilen unter Gleichgesinnten beziehungsweise Freunden. Er lebt beide Seiten
bewusst und mit Leidenschaft aus. Die soziale Ader der 12. Haussonne bringt er
ein, in dem er sich im Berufsleben erfolgreich für Personalangelegenheiten
einsetzt.
Den Rückzug geniesst er in den Bergen, beim Skifahren, Segeln oder auf
Motorradtouren. Die Einsamkeit in der Natur hilft ihm, wieder zu sich selber zu
finden und sich zu erholen.
Mara 5.11.1957 13.00 h in Basel
Skorpionsonne am MC, Skorpionmerkur in Konjunktion dazu, Skorpionneptun
und aufsteigender Mondknoten am MC, Pluto im 8. Haus.
Auffälligkeit: In Maras Horoskop finden wir eine auffällige Häufung
an Planeten im Skorpion. Der Skorpion befindet sich am MC und auch der
aufsteigende Mondknoten liegt im Zeichen des Skorpion. Pluto liegt im 8. Haus,
also in seinem eigenen Haus.
Kurzabriss:
Mara ist eine allein lebende, voll im Leben stehende Frau. Trotz
schlimmen Kindheitserfahrungen hat sie ihr Leben voll im Griff. Sie arbeitet im
kaufmännischen Bereich, hat viele Hobbys und bildet sich nebenberuflich zur
Feng Shui-Beraterin aus.
Erwartungen: Mit der Skorpionsonne im 9. Haus erwarten wir eine
Frau mit viel Tiefgang. Bewusstseinserweiterungen bis in die
tiefenpsychologische Ebene sind für Mara wichtige Erfahrungen. Sie hat
vermutlich schon psychologische Analysen und andere bewusstseinserweiternde
Erfahrungen hinter sich. Zusammen mit
dem Skorpionmerkur als Leitplanet möchte sie viel lernen, tiefe
Einsichten ins Leben gewinnen und ihr Bewusstsein laufend erweitern. Sie geht
viel auf grosse Reisen und liebt es, den Fragen nach dem Sinn der Existenz auf
die Spur zu kommen. Sie tauscht sich sehr gerne mit anderen Menschen aus und
erweitert ihre Erfahrungen gerne bei anderen Kulturen. Es ist ihr ein Anliegen,
ihre eigene, ganz persönliche Wahrheit zu finden.
Aufpassen muss Mara, dass sie bei der Suche nach der Weisheit nicht den
Alltag aus den Augen verliert. Es ist wichtig für sie, auf dem Boden der
Tatsachen zu bleiben und nicht ins bodenlose Sumpfgebiet der menschlichen Seele
zu entschwinden.
Mit der 9.-Haussonne ist es gut möglich, dass
Mara sehr gut andere Menschen beraten kann. Dies liegt ihr und mit ihrem
breiten Wissen ist dies eine wunderbare Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen
und ihre Erfahrungen konstruktiv anzuwenden. Sie ist eine exzellente
Lebensberaterin und Psychoanalytikerin. Leider kann es sein, dass sie
Schwierigkeiten hat, ihre eigenen Probleme zu lösen.
Sie kann andere Menschen mit ihrem Tiefsinn begeistern. Sie zieht die
Menschen nicht mit Sprücheklopfen und als Komödiantin in ihre Banne, sondern
mit Tiefgang und einem tiefsinnigen Weltbild. Auf eine Art ist das Leben für
sie ein Experiment, an dem sie mit Forschergeist und Tiefblick herumforscht.
Sie könnte ihr Wissen gut mit Schreiben (auch hier steht Merkur bei) in Umlauf
bringen.
Mit dem aufsteigenden Mondknoten im 9. Haus wird es Mara gut
tun, sich aus der Verzettelung des 3. Hauses zu lösen, und ihre eigene geistige
Wahrheit zu finden. Im 3. Haus wird sie mit Informationen, die sie geniesst
(Stier) überflutet. Sie möchte viel lernen und erfahren, merkt aber, dass nicht
alles möglich ist. Sobald sie dies erkannt hat, wird sie auch sehen, wo ihre
wahre/n Bestimmung/en und Interessen liegen. Sie hat dann mit dem Skorpion genug Ausdauer und
Tiefgang, um sich seriös und intensiv um ihre Wahlrichtung zu kümmern. Es wird
sicher etwas sein, das ihr Bewusstsein erweitert, wo sie philosophische
Betrachtungen einbeziehen kann und wo sie andere Kulturen kennen lernt.
Mit Pluto im 8. Haus hat Mara grosse
Seelenkräfte, die ihr helfen, schlimme Erfahrungen durchzustehen und zu
verarbeiten, ohne daran kaputtzugehen. Pluto gibt ihr grosse Macht – über sich
selber und über andere. Sie weiss diese Macht gut zu nutzen und kann sie
gewinnbringend einsetzen, wobei der Erfolg vor allem im Geld-, Banken- und
Versicherungsbereich zu suchen ist. Ihr Einfluss auf andere kann sehr subtil
sein. Vielleicht ist ihr ihr Machteinfluss selber nicht einmal bewusst. Auf
jeden Fall ist sie äusserst willensstark und hat eine grosse Ausdauer.
Tabuthemen ziehen sie an. Sie hat vielleicht auch schon tiefe
Ohnmachtserfahrungen erlebt und kennt die dunklen Abgründe der menschlichen
Seele. Sie hat aber genug Stärke und ihr Überlebenswille ist derart gross, dass
sie nicht daran zerbrochen ist.
Wie es ist
Als 9. Häuslerin sind Mara Bewusstseinserweiterungen und die Erforschung
der Lebensgeheimnisse sehr wichtig. Sie hat sich in früheren Jahren schon mit
transzentraler Meditation befasst und lernt gerne weiter, auch in anderen
Bereichen. Sie würde gerne noch viel mehr lernen, wenn sie nur mehr Zeit und
Möglichkeiten hätte.
Trotz der Suche nach tiefgründigen Erfahrungen ist Mara eine sehr
vernunftbetonte und sachliche Person geblieben. Sie hat ihr Leben und ihren
Alltag voll im Griff.
Die Ausbildung zur Feng-Shui-Beraterin ist bei ihr auf gutem Fundament.
Es liegt ihr, Menschen zu beraten und man hört ihr gerne zu. Im Gespräch wirkt
sie sehr ruhig und kompetent und verliert nie ihre besondere Ausstrahlung.
Sie hat schon oft die Erfahrung gemacht, dass sie bei Männern als
geheimnisvolle Frau gilt. Sie selber empfindet dies allerdings nicht so, was
sich wohl mit dem Skorpion am Medium Coeli erklären lässt. Zusammen mit der
Skorpionsonne in Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten kommt so ganz
selbstverständlich eine tiefgründige, geheimnisvolle Ausstrahlung zustande, die
ganz einfach da ist. Mara muss sie sich nicht suchen oder aufsetzen. Sie hat
sie einfach.
Der aufsteigende Mondknoten im 9. Haus nahe der Himmelsmitte und der
Pluto im 8. Haus haben bei Mara für die nötige Lebensfreude und Kraft gesorgt,
mit schlimmen Kindheitserfahrungen und sexuellem Missbrauch fertig zu werden.
Auch den Gedanken, sich umzubringen, kennt Mara. Mit ihrem starken Überlebenswillen
und einem grossen Verpflichtungsgefühl ihrer Mutter gegenüber ist sie aber auch
mit diesen schweren Stunden fertig geworden. Der Überlebenswille lässt sich in
der starken Skorpionbetonung (Durchhaltewillen, Überlebenskampf) im 9. Haus,
dem Haus der Lebensfreude, finden. Das starke Verpflichtungsgefühl liegt eher
im jungfraubetonten 8. Haus mit dem Jungfraupluto (Macht in der Verpflichtung,
Macht durch Verpflichtung).
Mara tritt in der ersten Hälfte des Jahres 2007 in ihr eigenes Zeichen
Skorpion ein, was ihr neue Möglichkeiten bringen wird, altes loszulassen und
sich intensiv mit den verborgenen Seiten des Lebens auseinanderzusetzen.
Massimo 31.10.1959 12.35 h in Zofingen
Skorpionsonne am MC, Skorpionmond, Skorpionmars und Skorpionneptun am
MC, alle in Konjunktion.
Auffälligkeit: In Massimos Horoskop liegt die Auffälligkeit in der
Häufung an Planeten im Skorpion. Sonne, Mond, Mars und Neptun bilden eine
skorpionische Konjunktion am Medium Coeli. Und Pluto ist mit der ganzen
Konjunktion in einem harmonischen Sextil verbunden.
Kurzabriss: Massimo ist das Beispiel für eine auffällige Skorpionkonstellation mit einer ganz
durchschnittlichen Lebensführung. Er kommt aus einem gut bürgerlichen
Elternhaus, hat das Gymnasium mit der Matur abgeschlossen und danach als Programmierer/Softwareentwickler
zu arbeiten begonnen. In diesem Bereich ist er sein Leben lang geblieben. Er
hat sein Wissen ständig mit Kursen und on-the-job verbessert. Unspektakulär
hatte er eine durchschnittliche Anzahl von Liebesbeziehungen, war aber noch nie
verheiratet und hat auch keine Kinder. In seinem Hobby, der Eisenbahn, geht er
auf und seine Ferien verbringt er am liebsten gemütlich und ohne Hektik an
einem Strand im Süden. Seine grösste Krise erreichte ihn im letzten Jahr mit
einem Stellenverlust.
Erwartungen: Mit dieser Konstellation erwarten wir einen sehr
skorpionischen Menschen. Mit dem Leitplaneten der Skorpionsonne muss es ein
Einzelgänger mit einem starken Selbstbewusstsein sein, der einen magisch in
seinen Bann ziehen kann. Es muss sich um einen Menschen handeln, der genau
weiss, was er will und der seine Macht sehr gezielt einzusetzen weiss. Er geht
seine eigenen Wege, sucht sich seinen Lebensweg
selber und kümmert sich nicht um die grosse Masse.
Massimo ist im 9. Haus im Zeichen des Skorpions geboren. Als 9.
Häusler werden ihm die Sinnessuche, die Suche nach dem Sinn des Lebens per se
und Horizonterweiterungen nachgesagt. Man erwartet einen Sinn für Ideale,
grosse Reisen und Auslanderfahrungen.
Er hat mit dem Skorpionmond einen Sinn für tiefe,
leidenschaftliche Gefühle und kann mit einer grossen Eifersucht reagieren.
Beständige Gefühle sind ihm wichtig. Er will spüren, dass er geliebt wird und
er tut fast alles für die geliebte Person. Wenn er allerdings einmal enttäuscht
wird, kann er die betroffene Person eiskalt fallenlassen und er wird sie
vergessen, als ob sie nie existiert hätte. Mit dem Skorpionmars handelt es sich
um einen sehr erotischen Mann mit einer grossen Ausstrahlungskraft. Mars ist
nach alter Weise der Planet des Skorpions. Er hat viel Ausdauer und Energie und
seine Widerstandskraft ist unerreichbar. Eisern und beharrlich geht er seinen
eigenen, vor langer Zeit eingeschlagenen Weg. Mit dem Skorpionneptun hat er eine
grosse Intuition und sichert sein Fortkommen mit Spürsinn.
Wie es ist: Wie erwähnt ist er im 9. Haus geboren, welches
bei Massimo mit derJungfrau beginnt und eine eingeschlossene Waage beinhaltet.
Die Jungfrau reduziert sein Bedürfnis nach grossen Horizonterweiterungen auf
das wesentliche. Massimo beschäftigt sich nur mit neuen Themen, wenn sie ihm
auch tatsächlich etwas bringen, sei es in materieller oder in ideeller
Hinsicht. Nur um des Philosophierens Willen beschäftigt er sich nicht mit neuen
Themen. Die beruflichen Themen und die Hobbies, die er sich einmal ausgesucht
hat, will er ganz skorpiontypisch beibehalten.
Massimo ist ein sehr introvertierter Typ. Er hat nicht viele Kollegen
und beschäftigt sich am liebsten mit sich selber. In jüngeren Jahren war er
eher der Typ Mitläufer, der die Gruppe nicht geführt, sondern den die Gruppe
geführt hat. Beruflich ist ihm bis anhin alles passend zugeflossen, ohne dass
er grosse Eigeninitiative an den Tag legen musste.
Massimo hat vor kurzem die Stelle verloren. Trotzdem geht er sehr haushälterisch
mit neuen Wissenserwerbungen um. Für ihn hat eine neue Tätigkeit in einem
Bereich Priorität, den er bereits kann. Etwas Neues zu lernen, eine neue Herausforderung
zu suchen – dies möchte er sich so gut wie möglich ersparen. Auf Neuland fühlt
er sich nicht wohl. Wenn er allerdings erkennt, dass nur eine Änderung ihm den
ersehnten Ertrag bringt, beginnt er den Jungfrauboden zu pflügen und zieht aus,
das neue Nützliche zu erwerben.
Massimos Mars bildet eine Konjunktion zu seiner Sonne. Damit gibt er
der sowieso schon sehr starken Skorpionsonne erst richtig Macht – oder
vielleicht auch Ohnmacht. Massimo erleidet Existenzängste, ertrinkt fast in
seinem Pessimismus. Er frisst allerdings alles in sich hinein. Er möchte sich
als Skorpion nicht in die Seele schauen lassen. Er setzt eine mit Sarkasmus
besetzte Fassade auf.
Trotzdem lässt ihn die Ohnmacht nicht los. Von einem Hausprojekt, das
sich ohne festes Einkommen nicht mehr realisieren lässt, muss er sich
verabschieden. Die fehlenden Perspektiven graben tief in seiner Seele – nach
aussen erscheint er aber hart und stabil. Seine Mimik und sein Auftreten lassen
keinen Einblick in die Abgründe seiner Seele zu.
Sein Skorpionmond verleiht ihm
ausserordentliche Stärke. In guten Zeiten hilft ihm der Skorpionmond mit Beharrlichkeit
und Ausdauer, seinem einst gewählten Typ treu zu bleiben. Er scherrt sich nicht
gross um Neues, ist glücklich mit seinen Hobbies, seiner Wohnung und seinen
Kleidern. Er hält nicht viel von Schnickschnack und braucht kein grandioses
Erscheinungsbild. Er agiert lieber aus dem Hintergrund heraus, ist ein
vorzüglicher Beobachter und kann die Menschen erstaunlich gut durchschauen. Im
Moment hilft ihm seine aussergewöhnliche Empfindsamkeit, aus Selbstschutz
heraus die Dinge nur so wahrzunehmen, wie er selber will.
Eine neue Stelle scheint ihn aus seiner Ohnmacht zu befreien. Allerdings
muss er sehr viel neue Dinge erlernen und einen mühsamen Arbeitsweg auf sich
nehmen. Der Skorpionmars verleiht ihm erstaunliches Durchhaltevermögen und
grosse Ausdauer. Mit Ehrgeiz versucht er, die neue Herausforderung zu meistern
und er setzt sich zielbewusst mit dem neuen Wissensstoff auseinander.
Mit seinem scharfen Skorpionverstand und dem tiefgründigen Instinkt des Skorpionneptuns spürt er bald jedoch
Unstimmigkeiten. Seine Intuition und sein Spürsinn lassen ihn bald wittern,
dass irgendetwas nicht stimmt. Auch wenn noch nirgendwo sichtbare Zeichen
gesetzt sind und auch die Umgebung die auftretenden Zweifel an der neuen Arbeit
nicht nachvollziehen kann, weiss er mit seinem Instinkt genau, dass bald ein
Schatten am Horizont auftauchen wird.
Und so ist es denn auch. Er kann die Stelle nicht behalten. Äusserlich
erscheint er weiterhin als starker Mann, den nichts umwerfen kann. Die
scheinbare Gleichgültigkeit nach aussen erstaunt. Doch tief im Innern sind die
dunklen Mächte in Aufruhr. Der Skorpionmond hat Mühe, sein Vertrauen in eine
positive Zukunft zu behalten. Er hilft Massimo aber auch, sich seiner Ohnmacht
mit Willensstärke und Konsequenz zu stellen.
Ein weiteres, skorpiontypisches Phänomen ist seine mangelnde Erinnerung
an vergangene Liebesbeziehungen. Skorpionsonne und Skorpionmond verleihen ihm
die Fähigkeit zu ausserordentlich tiefen Gefühlen. In der Liebe ist er niemals
oberflächlich. Er sucht nach einer wahren, tiefen Liebe, die Bestand hat und
die er mit Eifersucht verteidigt.
Sobald er jedoch verraten und betrogen wird, reagiert er mit einer
unwahrscheinlichen Kälte. Er lässt die Person des Vertrauensbruches ohne mit
der Wimper zu zucken fallen – auch wenn es ihm innerlich beinahe das Herz
zerreisst. Dann kommt sein empfindsamer Skorpionmond und hilft ihm, alles was
negativ scheint, zu vernebeln. Er kann unerfreuliches auf eine derart geniale
Weise ausblenden, dass man sich wundert, wie er eine einstige Verflossene
überhaupt geliebt haben kann. Es macht keinen Sinn zu hinterfragen. Er weiss es
tatsächlich nicht mehr und er will sich auch nicht an unangenehmes erinnern.
Dieser Ausschaltmodus des Skorpionmondes macht es ihm einfach,
unangenehme Erinnerungen des Lebens einfach abzuschalten, sobald sie abgehakt
sind. Die intensive Ohnmacht, die er zuvor gespürt hat, ist dann wie
ausgeschaltet und vorbei. Hilfreich dabei ist auch der Vernebelungskünstler,
sein Skorpionneptun.
Fazit: Trotz seiner Mitläufervergangenheit, die ihren Ursprung wohl im
absteigenden Mondknoten, der sich im 3. Haus befindet, sucht, wurde Massimos
starke Skorpionpersönlichkeit schon immer gesehen. In seiner Position im
Hintergrund wurde er stets erkannt und wahrgenommen. Ohne sich gross präsentieren
zu müssen, hat er Freunde gewonnen, Beziehungen geknüpft und es wurden ihm
Jobangebote gemacht. Der Annahme zu unterliegen, dass dies alles erst auf den
zweiten Blick erkennbar ist, wäre verkehrt. Im Gegenteil – es entspricht einer
starken Skorpionpersönlichkeit, aus dem Hintergrund heraus zu agieren. Wir
haben es tatsächlich mit einer versteckten Macht zu tun, die alles sieht, und
der nichts entgeht. Wie mit dieser Konstellation am MC erwartet wird, thront
seine Sonne hoch am Horizont, seine Persönlichkeit leuchtet und der Umgang mit
sich selber ist sein Hauptanliegen.
Gerold Stadler 30.10.1972 9.40 h in Abtwil
Skorpionsonne im 11. Haus,
Skorpionlilith und Skorpionmerkur
Pluto Konjunktion Venus am MC mit Sextil zum Skorpionmerkur, absteigender
Mondknoten im 8. Haus
Auffälligkeit:Skorpionsonne, Skorpionmerkur und Skorpionlilith.
Pluto in Konjuktion mit Venus am Medium Coeli, gestresste
Mars-Uranus-Konjunktion.
Kurzabriss: Mit Gerold Stadler konnte ich nicht persönlich
darüber sprechen, wie es wirklich ist. Er ist im Jahr 2006 gestorben und ich
habe ihn nicht persönlich gekannt. Er war der Mann und Mörder von Corinne
Rey-Bellez und deren Bruder. Nach der Tat hat er sich selber umgebracht. Zuvor
war er als sehr angepasster, freundlicher Mensch bekannt. Sein Lebenslauf war
gradlinig und sozusagen mustermässig (der so genannte „Musterschwiegersohn“). Seine
Karriere verlief sowohl beruflich als Bankkaufmann wie auch im Militär stets
nach oben. Er leistete sich nach aussen keine Makel und war immer als
glänzender Sieger bekannt.
Erwartungen: Die Lagerung der Planeten findet hauptsächlich im
Seins-Quadranten statt. Gerold lebte ein sehr bewusstes Ich – der Kopf leitete
seine Handlungen. Von den Persönlichkeitsplaneten befinden sich Mond und Saturn
im Denk-Quadrant, was auch bei den Emotionen und dem körperlichen Umgang auf
einen sehr kopflastigen Menschen schliessen lässt. Seine Entscheidungen fällte
er sehr bewusst und unter Einbezug der Vernunft. Zusammen mit der
Farbherrschung von Blau, was einen ruhigen, beherrschten und zuverlässigen
Charakter aufzeigt, haben wir es mit einem besonnenen, eher phlegmatischen
Menschen zu tun, der sein Leben strategisch und überlegt angeht. Emotionale
Handlungen hatten keinen Platz und unüberlegte Aktionen waren bei ihm nicht zu
erwarten.
Die Skorpionsonne zeigt einen ehrlichen, tiefgründigen Charakter, der
seinen Lebensweg langsam und trittsicher geht. Als Skorpion liess sich Gerold
nicht zu Taten überreden, zu denen er nicht stehen konnte. Er traf seine Berufswahl
wie auch seine anderen Schritte sicher und kompetent. In der Liebe war er als
Skorpion vermutlich der treuste Gefährte, den man sich vorstellen kann. Zu
seinen Worten und Entscheidungen, die er nach reiflicher Überlegung fällte,
stand er.
Dafür spricht auch sein Skorpionmerkur. Seine Überlegungen müssen scharf
und präzise gewesen sein. Er hatte vermutlich einen Hang dazu, alles zu
hinterfragen und sich bis ins letzte
Detail hinein zu informieren. Mit der skorpionischen Lilith in Konjunktion zum
Merkur, die für Gleichheit und Ausgeglichenheit steht, dürfte ihm eine stabile
Beziehung besonders wichtig gewesen sein.
Mit Pluto im 10. Haus wird ihm das Streben nach Macht sehr wichtig
gewesen sein. Er wusste seine Macht vermutlich sehr auszunutzen und war
gerissen darin, Menschen von sich abhängig zu machen. Mit der Venuskonjunktion
dürfte ihm das hauptsächlich in der Liebe und bei seiner Ehefrau gelungen sein.
Wie es ist: Gerold Stadler lernte seine spätere Ehefrau, die
Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellez kennen, als er sie als Bankier der Credit
Suisse in marketingstrategischen Angelegenheiten beraten sollte. Die beiden
verliebten sich, heirateten und bekamen ein Kind. Sie zogen nach Abtwil, dem Ort,
an dem Gerold schon vorher lebte, was seinem fixen Skorpioncharakter und dem
absteigenden Mondknoten im Krebs entspricht. Er galt als angepasster,
zielstrebiger Mann, dem Beruf und Karriere – auch in der Armee – sehr wichtig waren.
Äusserlich liess er sich nichts anmerken; auch von seiner Ehekrise wussten Freunde
nichts. Mit Saturn im 7. Haus war ihm die Führung in der Beziehung sowie die
Beziehung als Statusobjekt sehr wichtig Saturn
wird dabei von Männlichkeit unterstützt (harmonischer Trigon zu Mars). Er war
ein eher hierarchisch denkender Typ und die Rollenverteilung in der Familien
fand klassisch statt, Die Frau war zuhause und er arbeitete und machte
Karriere. Die Ehefrau war mit Saturn im 7. Haus für seinen Status sehr wichtig.
Er nutzte dafür bestimmt auch ihre Berühmtheit als Skirennfahrerin aus. Als sie
sich dann von ihm trennte und ihm seinen Status abspenstig machte, plante er
minutiös seine Rache.
Was dann passiert ist, weiss man aus den Medien. Sein akribisch kontrolliertes,
mit Macht verfolgtes Sicherheitsgefüge muss zusammen gekracht sein, als seine
Partnerin die Macht nicht mehr aushalten konnte und aus der Beziehung ausgebrochen
ist. Gerold konnte diesen Machtverlust nicht aushalten und hat mit Vehemenz
versucht, seine Partnerin und sein Kind zurückzuholen. Er fuhr mit einer Waffe
den langen Weg von Abtwil SG ins Wallis, wohin seine Frau mit dem Kind
geflüchtet war. Dass er eine Waffe bei sich trug, war vermutlich bis ins Detail
kalkuliert und geplant.
Möglicherweise war es nicht seine primäre Absicht, zu töten. Er wollte
lediglich die Kontrolle über sein Leben zurück und der vergebliche Versuch,
sich seinen Status zurückzuholen, eskalierte dann in der Gewalttat. Er erschoss
seine Frau und deren Bruder, und verletzte seine Schwiegermutter schwer. Sein
Kind dagegen liess er am Leben. Dies spricht nicht für eine Verzweiflungstat, wie
sie wegen Geldproblemen gemacht wird und bei der dann aus Existenzangst die
ganze Familie ausgelöscht wird. Es spricht ganz klar für eine Rachetat, bei der
alle mitschuldigen Verbündeten bestraft werden sollen, das unschuldige Kind
aber am Leben gelassen wird. Der Skorpion ist hier in seine tiefsten Abgründe
gestiegen. Er hat sich am Schluss auch selber umgebracht.
Susanne 17.3.1967 14.30 h in Dornach
Fischsonne
Geboren im 8. Haus mit Opposition zu Pluto und Skorpionmars Konjunktion
absteigender MK im Skorpion
Auffälligkeit: Ich bin Fisch, jedoch im 8. Haus, dem Haus des
Skorpions geboren. Meiner Sonne direkt in Opposition steht Pluto gegenüber. Und
mein absteigender Mondknoten, mein Mars und mein Neptun befinden sich im Skorpion.
Kurzabriss: In der Schulzeit zeigten sich ein grosses
künstlerisches und ein schriftstellerisches Talent. Da sie sehr jung einen
dominanten Mann heiratete, verloren sich diese Talente im Streben nach einer
Bank- oder Treuhandkarriere. Dafür lernte sie die türkische Kultur und Sprache
kennen. Nach Abschluss diverser wirtschaftsorientierten Weiterbildungen sowie
nach schlimmen Lebenserfahrungen fand sie sich wieder. Sie ist geschieden, absolvierte
ein Astrologiestudium, fand zum Malen zurück und kam in Verbindung mit dem
Schamanismus
Erwartungen: Im 8. Haus ist der Besitz der Allgemeinheit ein
Thema. Es geht um Geben und Nehmen in der Gesellschaft, und zwar im materiellen
und im emotionalen Bereich. Wir spüren die Macht und die Ohnmacht, wenn es um
den Austausch mit der Gesellschaft geht, und wir überschreiten auch Tabus. Was
wir säen, ernten wir. Somit sind in diesem Haus alle materiellen
Gesellschaftsthemen wie Geld, Politik, Gesetze und der Staat angesiedelt. Wir
finden aber auch die emotionalen Themen, die die Gesellschaft betreffen wie
Sex, Geburt und Tod, die tiefen Abgründe der Seele.
Wir erwarten jemanden, der bereit ist, in die Tiefen der Machtthemen
hinabzusteigen und Tabus zu durchbrechen. Eine soziale Fischsonne im 8. Haus
könnte sich sehr für die Seelennöte interessieren. Sie könnte in einer
psychiatrischen Anstalt arbeiten, sich um Menschen kümmern, die zutiefst in
ihrem Inneren verletzt worden sind und vielleicht Opfer von Missbrauch,
sexueller Gewalt oder ähnlichem geworden sind. Sie beschäftigt sich mit dem Tod
und mit ihrer spirituellen Ader sieht sie auch über den Tod hinaus. Sie hat
keine Hemmungen, sich mit der anderen Welt zu beschäftigen und sucht das
Okkulte.
Die Opposition zur Pluto geben ihr manchmal das Gefühl des
Zerrissenseins. Pluto im 2. Haus will sie zum Festhalten zwingen, möchte Macht
im Besitz erreichen. Die Fischsonne im 8. Haus möchte dagegen im Untergrund
untergehen, das ganze Machtdenken auflösen und sich für die Seelennöte der
Allgemeinheit aufopfern.
Der Mars im Skorpion im 4. Haus vermittelt uns eine Kampfbereitschaft
für die Seinen und für das eigene Heim. Mit Energie wird für die/eine eigene
Familie gekämpft und das eigene Territorium verteidigt. Mit dem absteigenden
Mondknoten in Konjunktion zum Mars wird diese Energie zu sehr in das alte,
vertraute investiert. Der Skorpionmars, der für Ehrgeiz und Ausdauer steht,
könnte das Festklammern an alten, gemachten Nestern mit Vehemenz verteidigen,
sodass ein Loslassen und Aufsteigen in die Selbstständigkeit schwierig wird.
Energie wird möglicherweise zu sehr für alte, bequeme Familien- und
Freundesbande verbraucht. Die Aggressionen von Mars im Skorpion am absteigenden
Mondknoten können sehr zerstörerisch sein und in blinder Wut ausarten. Dafür
ist ein sehr leidenschaftlicher und tabuloser Sexualtrieb vorhanden.
Wie es ist: Ich bin im 8. Haus geboren und fühle dies auch sehr
stark. Mich faszinieren Themen, die über das oberflächliche Erscheinungsbild
hinausgehen und ich grabe gerne in der Tiefe. Mit meiner Fischsonne ist es so,
dass mich schon in frühester Kindheit Themenbereiche wie Sex, Tod und
Okkultismus angezogen haben. Ich wollte schon als Kind am liebsten eine Hexe
sein und habe vor ein paar Jahren nun den Weg in den Schamanismus gefunden. Ich
beschäftige mich mit dem Leben nach dem Tod und mit unserer Innenwelt. Mit
unserer Innenwelt meine ich nicht nur meine eigene, sondern auch die
psychischen Motivationen der Menschheit zur Selbstzerstörung, zu Mord und zu
Zerstörung überhaupt der ganzen Umwelt. Ich versuche, in die Menschen
hineinzuschauen und ihre inneren Motivationen zu erforschen. Aus diesem Grund
habe ich auch Astrologie studiert. Ich führe gerne tiefgründige Gespräche und
höre noch lieber zu. Manchmal ist es für mich auch schwierig, mich klar
auszudrücken. Mein Fischemerkur vernebelt gerne meine Aussagen.
Die Themen Geld und Politik haben mich seit jeher verfolgt. Ich kenne
die Macht- und die Ohnmachtsgefühle, die mit Geld, Staat und Steuern
zusammenhängen. Als Kind hatten wir nicht viel Geld. Später bin ich so quasi
plötzlich als Bankkauffrau aufgewacht. Seit dann arbeite ich im Bereich Geld –
zuerst bei Banken, später in der öffentlichen Verwaltung. Sinnigerweise ist es
aber nicht so, dass ich dies gesucht habe. Ich bin schon nach meiner Schulzeit
einfach hinein gerutscht, und heute habe ich das Gefühl, nichts anderes zu
können. Um etwas anderes, das mir richtig Spass machen würde, anzufangen, hält
mich der Pluto im 2. Haus tatsächlich zu sehr am Geld und am regelmässigen
Einkommen fest.
Ich hatte auch schon Ohnmacht begleitete Erlebnisse mit der Polizei, auf
welche ich aber hier nicht näher eingehen möchte. Jedenfalls hatte ich auch
hier das Gefühl, der Macht des Staates mit meiner Ohnmacht unschuldig ausgeliefert
zu sein.
Mein Mars im Skorpion äussert sich so, dass ich tatsächlich eine Riesenenergie aufbringen
kann, um gesteckte Ziele zu erreichen. Ich habe zum Beispiel eine dreijährige
berufsbegleitende betriebswirtschaftliche Ausbildung ohne Pensenreduktion absolviert,
das heisst, ich habe die ganze Zeit zu hundert Prozent gearbeitet. Praktisch
alle Mitschüler hatten ihr Arbeitspensum reduziert. Ich habe meine Vorhaben
immer umgesetzt, auch wenn es viel Energie gekostet hat.
Mit meinem absteigenden Mondknoten im Skorpion in Konjunktion zum Mars
kann ich leider auch sehr explosiv reagieren. Ich habe schon viel zerstört,
wobei ich sagen muss, dass dies auch mit psychischem Druck zusammenhängt.
Jetzt, wo ich mich frei und selbstbestimmt fühle, sind diese negativen Energien
nicht mehr derart überladen.
Fazit: Es ist so, dass die ganzen gesellschaftlichen Themen für mich offenbar
Wegbegleiter sind, auch wenn ich das seit meinem Umbruch zum Schamanismus nicht
wahrhaben wollte. Ich wollte mich von Geld und Besitz eigentlich frei machen
und mich von Staat und Politik nicht dominieren lassen. Gemäss meinen Erkenntnissen
ist dies aber ein schwieriges Unterfangen. So einfach geht das nicht und
wahrscheinlich braucht es in unserer heutigen Welt auch eine gewisse Bindung zu
diesen Machtthemen.
IV.
Das Schlussergebnis
Ausser den toten Gerold Stadler und mich habe ich alle Personen
interviewt. Eine Person hielt gar nicht viel von der Analyse, zwei Personen
dagegen haben sehr offen und interessiert mit mir gesprochen. Dies zeigt mir
wieder die sehr schwarz-weiss ausgerichtete skorpionische Art. Man war entweder
mit vollem Elan dabei, oder man wollte von der Sache eigentlich nichts wissen.
Ein mittleres Interesse, wie ich es von anderen Sonnenzeichen her kenne, gab es
nicht.
Zu betonen ist, dass eine solche einseitige Betrachtung eines Horoskops
zwar einfach klingt, da man sich nur auf Teilbereiche stürzen muss. Setzt man
sich aber dann wirklich mit den Menschen auseinander, merkt man nach kurzer
Zeit, wie schnell man mit einer solchen reduzierten Betrachtungsweise an die
Grenzen stösst. Man muss wichtige Komponenten und Zusammenhänge ausser Acht
lassen, die schlussendlich die ganze Person und ihr Leben ausmachen.
Nichtsdestotrotz hat mir die Arbeit einen tiefen und praktischen Einblick
in das Wesen der Skorpionmenschen und der Macht des Plutos gezeigt.
Literaturnachweis:
Hajo Banzhaf /
Anna Haebler „Schlüsselworte zur Astrologie“
Howard Sasportas
„Astrologische Häuser und Aszendenten“
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