Peterchens Reise durch den
astrologischen Häuserhimmel
Diplomarbeit von Susanne Gruber für
das Schweizer Astroforum SAF
Geschrieben von Susanne Gruber
Peterchens Reise durch den
astrologischen Häuserhimmel
1. Haus
Mit dem ersten Haus, dem Aszendenten,
treten wir hinaus ins Leben. So erscheinen wir nach aussen, so sehen uns unsere
Mitmenschen als erstes. Im Gegensatz zum gegenüberliegenden siebten Haus, in
welchem wir in Beziehung zu unseren Mitmenschen treten und diese somit in den
Mittelpunkt stellen, stellen wir uns im ersten Haus selber dorthin.
Weiter zeigt das erste Haus unser
Auftreten, unsere Rolle, die Maske, mit welcher wir auftreten. Es zeigt unsere
Art der Durchsetzung, unseren Antrieb und unser Erscheinungsbild. Auch gibt es
Hinweise über die Geburtsumstände und unseren Start ins Leben. Es zeigt den
Beginn des Kreislaufes, die Eigenschaften der Zeitpunkt unserer Geburt, unseren
Anfang, unseren Eintritt in den Kreislauf des Lebens. Es zeigt, wie wir etwas
wollen und wie wir die Impulse dazu geben.

Vom
Dunkeln raus ins helle Licht
Im
Spiegel sah er sein Gesicht
Wer
bin ich und was soll ich hier
Zu
wissen dies war sein Begier
So kam er in ein fernes Land
Das
ihm erschien ganz unbekannt
War
es denn nur ein Traum vielleicht
Der
ihn da schweben liess so leicht?
Voll Spiegel hing das ganze Land
Ihm
war nicht jedes Bild bekannt
Er
kannte zwar Kontur und Form
Doch
war die Abweichung enorm
Wer ist das – niemals bin das ich
Und
doch, mir scheint, es geht um mich
Die
Nase hoch, ein Hagestolz
Ich
scheine wie aus andrem Holz
Geschnitzt zu sein als das bekannte
Als
ob zu Adel ich mich wandte
So
schön geschmückt, fein und adrett
geht’s
nun ins Spiegelkabinett
So fuhr es ihm mit Schrecken ein
Soll
dies da mein Erscheinen sein?
Die
Spiegel hingen überall
Als
sei aus Spiegeln unser All
Es gab da Spiegel gross und klein
Auch
Spiegeldöschen, zart und fein
Zum
Öffnen standen sie bereit
Enthielten
manche Eitelkeit
Wie Creme, Öle oder Schminke
Und
Düfte, in die man versinke
Ein
Arsenal an schönen Dingen
So
dass ein Auftritt kann gelingen
Die Wahrnehmung der andren schulen
Damit
um seinen Auftritt buhlen
War
Sinn der Utensilien hier
Ja,
doch auch das gehört zu mir
So trete ich hinaus ins Leben
So
wird mir Feedback auch gegeben
Von
Dir, von ihm, so sieht man mich
So
soll es sein, so geb’ ich mich
Dies ist mein Anfang, mein Beginn
So
trete ich zum Leben hin
Zu
kommen hier in diese Welt
Mein
Äusseres ist hier, was zählt
So war nun Peterchen gescheiter
Es
zog ihn ganz begierig weiter
Es
tat sich auf der Türe Riegel
Und
er verliess das Haus der Spiegel
2. Haus
Das zweite Haus zeigt uns, was wir besitzen oder gerne
besitzen würden. Es geht in diesem Haus um die Dinge, die uns wichtig sind und
die uns Sicherheit geben. Wir erkennen in diesem Haus unsere Talente, unseren
materiellen Besitz und unsere Substanz. Im Gegensatz zum gegenüber liegenden
achten Haus geht es hier um unsere eigenen Werte.
Weiter zeigt das zweite Haus unsere
persönlichen Fähigkeiten und unser Talent, mit Besitz umzugehen. Es demonstriert,
wie wir Werte aufbauen und vermehren, wie wir uns selber bewerten (Eigenwert).
Es gibt unseren Selbstwert und unsere Selbstsicherheit wieder. Hier sehen wir
unsere Ansprüche und Bedürfnisse, aber auch die Art, wie wir geniessen und was
wir geniessen. Es zeigt weiter auf, wie beständig wir sind, wie wir mit
Traditionen umgehen und wie viel Substanz wir haben.

Ein grosses Tor, gross wie ein Haus
So
sah der nächste Eingang aus
Dem
Peterchen nun näher kam
Fast
überkam ihn eine Scham
Denn zu und abgeschlossen war
Die
Türe, und es schien sogar
Als
wären Schätze hier zu hüten
Und
Peterchen begann zu brüten
Ach, soll ich oder soll ich nicht
Riskiere
ich wohl mein Gesicht
Wenn
ich nun unerlaubter Weise
Hinein
gelange, still und leise?
Doch, schau, da ging die Türe auf
Dahinter,
bis zum Dach hinauf
Unglaubliches
war hier zu sehen
Ganz
voller Staunen blieb er stehen
Viel Geld, Talente, Gold, Geschmeide
Auch
Schmuck und Steine, edle Seide
Was
immer man sich wünschen würde
Doch
war das nicht auch eine Bürde?
Denn wie nur sollten all die Dinge
Das
Leben machen leicht und ringe?
Wenn
gar kein Nutzen war zu finden
Sie
würden ihn wie Fesseln binden
Man würde ums Verlieren bangen
Der
Geiz schon bald hätt’ angefangen
Im
Blickfeld wäre bald noch mehr
Gesteigert
würde das Begehr
So war es Peterchen bald klar
Wo
hier der Hund begraben war
Substanz
zu haben ist sehr wichtig
Nur
brauchen muss man sie auch richtig
Substanz bedeutet nicht nur Geld
Talente,
Werte sind, was zählt
Ein
jeder hat davon erhalten
Er
muss sie richtig nur verwalten
Und nutzen die geschenkten Gaben
An ihnen Spass und Freude haben
Solange
diese Welt ihn hat
Denn
alles andere wär’ Verrat
An seinen eigenen Talenten
Drum
wollte Peterchen bald wenden
Er
nahm sich, was ihm mangelte
Sah
noch ein Goldstück, angelte
Es sich und steckte es dann ein
Man
soll nicht zu bescheiden sein!
Er
füllte seinen Rucksack auf
Und
schloss die nächste Türe auf
3. Haus
Im dritten Haus geht es um unsere
alltägliche Entwicklung. Das dritte Haus zeigt uns auf, wie wir mit unseren
Mitmenschen in Kontakt treten, wie wir uns auf dem Laufenden halten und unser
Grundwissen entwickeln. Im Gegensatz zum neunten Haus entspricht das dritte
Haus unseren alltäglichen Entwicklungsschritten.
Weiter gibt das dritte Haus Aufschluss
über unsere Geschwister, unsere Nachbarn und Kollegen, sowie unseren Umgang mit
diesen. Es repräsentiert die Grundschule, die Lebensentwicklung im Sinne der
Erforschung unserer näheren Lebensumgebung, unsere Lern-Fähigkeit, unsere
Interessen und Beziehungen unseren Umgang mit Wort und Schrift und unsere
Alltagskontakte. Wir erkennen hier unsere Art zu handeln, unser kaufmännisches
Flair und unsere Beziehung zur Welt der Verträge und des Handels.

Ein frischer Luftstoss streifte ihn
Ein
Vorhang nur, schon war er drin
Inmitten
vieler bunter Leute
Auch
schien es Markt zu sein grad heute
Sehr viel Gerede war zu hören
Bald
ein Versuch, ihn zu betören
Mit
Worten und mit Plaudereien
Von
einer Frau, oder von zweien?
Er war sich dessen gar nicht sicher
Er
hörte nur Geschwätz, Gekicher
Und
wem die Stimme war, verstand
Er
nicht, sie war ihm nicht bekannt
Viel Neues wollte man berichten
Gerüchte
vielleicht gar erdichten?
Gar
manches schien ein alter Zopf
So
fuhr es ihm durch seinen Kopf
Nur neu erzählt und aufgetischt
Und
oberflächlich aufgewischt
Zuviel
Gefasel, fand er bald
Und
dann erst dieser Blätterwald
Den er bis anhin nicht gesehen
Hier
stand, was grad erst war geschehen
Vor
kurzem - er begann zu lesen
Und
wurde ein ganz andres Wesen
Er las und las und wurde schlauer
Verstand
die Dinge nun genauer
Er
lernte bald, nicht nur durch Lesen
Auch
durch Kontakt zu andern Wesen
Erfährt man viel und wird gescheiter
Er
bildete sich laufend weiter
Er
übte Deutsch und lernte Sprachen
Auch
World Wide Web und solche Sachen
Und bald schon war ihm sonnenklar
Dass
zu Beginn ein Narr er war
Mit
Lernen und mit viel Kontakt
so
bleibt des Menschen Herz in Takt
Es macht viel Spass, sich
auszutauschen
Und
andern Worten zuzulauschen
Sich
zu ergattern neues Wissen
Denn
Wissen ist ein Ruhekissen
Mit Wissen nur wird man gescheiter
So
brachte Peterchen sich weiter
Er
fügte sich in das Gedränge
Und
er empfand nicht mehr Gezwänge
Alsbald schon war er nicht mehr
heiter
Er
wusste nun, er musste weiter
Denn
Neues gab es zu entdecken
Und
so entschwand er durch die Hecken
4. Haus
Das vierte Haus offenbart uns, woher wir
stammen und zeigt uns Einblicke in unser Elternhaus. Im vierten Haus zeigt sich
die Art unseres Zuhauses und unser Bedürfnis nach Geborgenheit. Hier fühlen wir
uns wohl und hier möchten wir uns im Gegensatz zum gegenüber liegenden zehnten
Haus einigeln.
Das vierte Haus repräsentiert unsere
Herkunft, unsere Wurzeln und unsere Beziehung zu den Eltern. Das vierte Haus
zeigt uns unsere Familie. Es zeigt, wie wir mit Geborgenheit, Tradition,
Gewohnheiten und der inneren Welt der Gefühle umgehen. Es zeigt die Gestaltung
unseres Hauses und Heimes. Es zeigt unsere Nestbauinstinkte auf, repräsentiert
die Themen Urvertrauen, Ursprung, Anfang und Ende, unser psychologisches
Familienerbe und sogar unsere ethnische Herkunft.

Inmitten
dieser schönen Hecken
Blieb
Peterchen auf einmal stecken
Wohin
nur will so schnell ich streben
Hab
doch schon viel erlebt im Leben
Ich will besinnen mich und sichten
Ein
wenig meine Sammlung lichten
Mein
Sammelwerk, mein Mitgebrachtes
Schon
Mutter meinte stets „beacht’ es!“
Ich wünschte mir, sie wäre hier
Und
würde teilen hier mit mir
Mein
Mitgebrachtes, meine Sorgen
Auch
meine Ängste vor dem Morgen
In diesen grünen, dichten Hecken
Da
werde ich mich nun verstecken
Ich
will nichts Neues mehr erleben
Was
könnte Neues es auch geben
Das reizen könnte mich und locken
Es
würde mich wohl eher schocken
Denn
Neues ist zumeist doch schlecht
Und
käme mir bestimmt nicht recht
So waren Peterchens Gedanken
Er
griff bald nach den grünen Ranken
Die
ihn umwucherten und schützten
Sie
kamen ihm sehr recht, sie nützten
Ihm dann beim Bauen eines Nestes
Nur
fehlte ihm sein Allerbestes
Dies
waren seine Eltern und
Das
Kinderzimmer und sein Hund
Ja, er vermisste alle vier
Und
auch den Hof und das Getier
Die
Heimat halt, und Mutters Kuchen
Er
fing an, nach Ersatz zu suchen
Sah Grünzeug nur auf einem Haufen
bis
eine Katze kam gelaufen
Sie
schien sich seiner zu erbarmen
Und
liess von ihm sich gern umarmen
Er kuschelte sich in sein Nest
Vergass
so auch sehr bald den Rest
Der
Welt, die zu entschwinden schien
Sah
träumerisch hinein ins Grün
Der Wiese, die sich da erstreckte
Und
ihn mit bunten Blumen neckte
Die
mit dem Duft auch lockten Bienen
Auch
war’s von Kräutern voll, von grünen
Auf einmal weckte ihn die Katze
Sie
schmiss ihn von der Krautmatratze
Sein
Unbewusstes kam hervor
und
öffnete das nächste Tor
5. Haus
Im fünften Haus treten wir ins Leben
hinaus. Dazu benötigen wir Mut, der ebenfalls dem fünften Haus zugeschrieben
wird. Im fünften Haus entdecken wir auch die Liebe, flirten, haben Sex und
erfreuen uns an den schönen und spielerischen Seiten des Lebens. Wir stellen
uns im Gegensatz zum elften Haus auf die Bühne, um von anderen bewundert zu
werden.
Das fünfte Haus zeigt unseren
Lebensantrieb und unser Selbstbewusstsein. Es zeigt, wie risikobereit wir sind.
Es ist das Haus der Spekulationen und der Selbstverwirklichung. Es ist
ebenfalls das Haus der Kreativität und der schöpferischen Ausdruckskraft, das
Haus des Vergnügens, des Spiels, des Sports und der kindlichen Freude. Es ist
das Haus der Kinder, der Kinderliebe, aber auch der Erotik. Es ist das Haus der
Anerkennung unserer Besonderheit und der physischen Erweiterung unseres Selbst.

Was er nun sah, erstaunte ihn
Um
ihn herum da strotzte grün
Die
Wiese, die ihm schon bekannt
Und
doch schien’s ihm ein neues Land
Wie
er nun sich nach vorn bewegte
Schien
ihm, auch anderes sich regte
Gelächter
hörte er, und Singen
Als
würde man das Tanzbein schwingen
Dort
vorn, nicht allzu weit von hier
Am
Gaumen kitzelte die Gier
Sich
selbst zu zeigen, mitzumachen
beim
Tanzen, Fröhlichsein und Lachen
So
eilte er mit schnellem Schritte
Und
fand sich bald schon in der Mitte
Des
Jahrmarkts, der hier grad gastierte
Dann
wieder, und sein Blick, der stierte
Nach
links zur grossen Bühne, und
Er
stieg hinauf und tat dann kund
An
alle, dass alsbald hier oben
Er
würde seinen Mut erproben
Am
Seil hinauf er klettern wollte
Und
dann, sofern es klappen sollte,
Hinunter
springen durch den Reifen
Voll
Feuer, ohne ihn zu streifen
Schon
fing man an ihm zuzuschauen
Man
schien ihm nicht so ganz zu trauen
Doch
als er oben stand und wankte
Man
es ihm bald mit Klatschen dankte
Es
kamen Menschen, sicher Hundert
Von
vielen wurde er bewundert
Viel’
Mädchen, die das Bein ihm zeigten
Den
Busen streckend sich verneigten
Sie
wollten sehen mehr und mehr
Er
gab drum gern sein Bestes her
Es
knisterte und Funken stoben
Die
Mädchen fingen an zu toben
Die
Selbsterprobung und der Mut
Sie
taten ihm aufs höchste gut
Sie
halfen ihm, sich selbst zu spüren
Und
öffneten ihm neue Türen
Er
fühlte bald sich neu geboren
Als
hätte zum König man ihn erkoren
Ihm
fehlte nur die Krone doch
Die
Sehnsucht nach neuer Erfahrung roch
Und
lockte ihn hin zu neuen Gestaden
Er
massierte alsbald schon seine Waden
Denn
hängenbleiben wollte er nicht
Sein
Ego bekam sonst zu viel Gewicht
6. Haus
Im sechsten Haus lernen wir, dass das
Leben nicht nur aus Spass besteht, sondern dass es auch Alltagspflichten zu
erledigen gibt. Wir erkennen hier, dass wir arbeiten müssen, um für uns sorgen
zu können. Wir sorgen nicht nur für uns, sondern sorgen uns auch um uns,
weshalb auch die Gesundheitsfragen diesem Haus zugeschrieben werden. Wir
beschäftigen uns hier mit den Angelegenheiten des Alltags, welche dem Rückzug
des zwölften Hauses gegenüber stehen.
Das sechste Haus ist das Haus der Arbeit
und des Berufes. Es ist das Haus der Alltagsbewältigung, der Mühen, des
Arbeitsumfeldes, der Hausarbeit und der Feldpflege. Es ist das Haus der
Gesundheit, des Krankheits- und des Gesundheitsbewusstseins, der Hygiene, der
Krankenpflege und der Körperfunktionen. Es ist das Haus des Dienens, der
Anpassung an die Notwendigkeit, der Existenz, des Fleisses und der Ordnung.
Auch ist es das Haus der Haustiere und der kleinen Tiere.

Sein
Ego war heftig, das spürte er sehr
Wo
kam dieser Finger auf einmal daher
Der
mahnend vor seinem Gesichte sich regte
Und
in ihm der Wunsch zu verstehen sich hegte
Ihm
schien, als sei der Spass nun vorbei
Zu
lachen und tollen war ihm bald einerlei
Er
schaute sich um, einen Weg zu entdecken
Auch
war es ihm wichtig, sein Haupt zu bedecken
Denn
heiss, so prallte die Sonne hernieder
Sein
Kopf, der schmerzte, und auch seine Glieder
Sein
Toben von vorhin war wohl etwas viel
Sich
schonen schien ihm nun ein passendes Ziel
Er
suchte sich dann einen schattigen Platz
Er
setzte sich hin – der Boden war nass
Ein
sumpfiges Bächlein kam zu ihm gelaufen
Es
brabbelte: Bub, magst Du nicht mehr laufen?
Er
bückte sich nieder und schaute umher
Wo
kamen nur all diese Kräuter bloss her?
Die
hatte er vorhin ja gar nicht gesehen
Sie
schienen nun aber sein Leid zu verstehen
Ich
bin der Heiler für all Deine Schmerzen
Rief
Beifuss – ich kann sie alle ausmerzen
Die
Schafgarbe meinte, ich kühl Dir die Haut
Und
Erfrischung versprach ihm das Eisenkraut
Die
Kräuter, sie heilten ihm bald seine Wunden
So
fing auch die Seele bald an zu gesunden
Oh
Kräuter, wie seid ihr so hilfreich und toll
Und
helft mir zu werden, was werden ich soll
Er
merkte, das Leben war nicht nur zum Lachen
Man
brauchte zum Leben auch andere Sachen
Nicht
Übermut ist es, den täglich ich brauche
Die
Arbeit ist es, in die ich nun tauche
Er
musste nicht lange den Weg sich erwandern
Es
führte wie immer das eine zum andern
Vor
ihm tat sich auf viel Spreu, Stroh und Staub
Ein
Lärm auch, als würden die Ohren bald taub
Er
fand sich inmitten viel fleissiger Leute
Die
schwitzend – denn heiss war die Sonne grad heute
Das
Feld hier bemähten, es war grade Ernte
Und
klopften, sodass bald die Spreu sich entfernte
Die
Arbeit im Felde, sie brauchte zwar Kräfte
Er
schwitzte und brauchte viel Wasser und Säfte
Doch
fühlte er abends sich gut und zufrieden
Er
wusste, wofür ihm der Tag war beschieden
Ihm
war nun auch Mühe und Arbeit bekannt
Ein
Teil, aus dem auch das Leben bestand
Drum
packte er bald seinen Bündel, zog los
Die
Neugier auf das, was nun folgte, war gross
7. Haus
Das siebte Haus zeigt uns, wie wir mit unseren
Mitmenschen in Beziehung treten. Im siebten Haus erkennen wir, welche Arten von
Beziehungen wir mögen, und wie wir unsere Beziehungen leben. Das grosse Thema
dieses Hauses ist somit selbstredend die Gestaltung der Beziehung zu unserem
Lebenspartner. Wir leben in diesem Haus unsere Wechselwirkung mit anderen.
Weiter zeigt das siebte Haus andere Partnerschaften
wie Berufspartnerschaften, Freundschaften oder unser Zusammenspiel mit Kunden
und Klienten. Es ist das Haus der Ich-Spiegelung, der Persönlichkeit unseres
Partners und der Art unserer Beziehungsgestaltung. Es ist das Haus unseres
Kulturbedürfnisses, unseres Umgangs mit Streit und Versöhnung und der Ehe. Es
ist das Haus des Gleichgewichtes und der Gemeinsamkeiten mit anderen. Es ist
auch das Haus der Feinde und der Prozesse.

So
ging er die Strasse entlang ganz versunken
Er
dachte, dass lang er kein Bier mehr getrunken
Er
schaute sich um, um bald zu entdecken
Ein
Wirtshaus ganz nahe, dort hinter den Hecken
Er
machte sich auf, um sein Ziel zu erreichen
Er
setzte sich hin, hob den Finger zum Zeichen
Die
Kellnerin fragte nach seinem Begehr
Und
brachte ihm dann das Gewünschte daher
Sie
setzte sich zu ihm, vorbei war die Schicht
Sie
habe nun frei, sprach sie ihm ins Gesicht
Sie
plauderten und sie begannen zu flirten
Bald
waren’s die anderen Gäste, die störten
So
standen sie auf, und Peterchen zahlte
Die
Kellnerin, Tonja genannt, wie sie strahlte
Sie
gingen zusammen ein bisschen ums Haus
Bis
Peterchen meinte, er müsse früh raus
Sie
hatte Verständnis, man liess von einander
man
war ja am nächsten Tag auch beieinander
So
fingen sie an, sich nun täglich zu sehen
Bis
es ihm begann, an die Nieren zu gehen
Er
freute sich sehr, nun Begleitung zu haben
Und
doch lag es schwer wie ein Klotz ihm im Magen
Dass
Zweisamkeit er zwar nun hatte gefunden
Und
dennoch sich fühlte so eng und gebunden
Der
Wunsch nach vergangenen Tagen war stark
Denn
damals da war er allein und autark
Er
konnte bestimmen und tun, was er wollte
Und
niemand, der sagte, was lassen er sollte
Er
liebte zwar heftig die Frau an der Seite
Doch
nachts oft, da wollte er suchen das Weite
Doch
tagsüber dann war er glücklich zu sehen
Die
Tonja gleich vor der Haustüre stehen
So
hatte schon lange er nicht sich gefühlt
So
hin und so her, und so ganz aufgewühlt
So
ging auch in dieser Beziehung bald los
Das
Streiten als schreckliches Schicksalslos
Doch
beide, sie liebten den Schöngeist doch sehr
Drum
war auch das Streiten und Zetern sehr schwer
Es
ging nur mit Schweigen und unklaren Worten
So
zwischen den Zeilen, und all diesen Sorten
Von
Unausgesprochnem und Zweideutigkeiten
Sie
merkten dann bald, uns ist nicht nach streiten
Wir
möchten doch lieber der Liebe uns widmen
Und
atmen und leben in Gleichklang und Rhythmen
Der
Schlauere brach dann als Erster das Schweigen
Der
andere folgte ihm bald in den Reigen
Von
Worten, und so fing man schön an zu reden
Und
diskutieren und Küsse sich geben
8. Haus
Im achten Haus kümmern wir uns im
Gegensatz zum zweiten Haus um Fremdwerte. Wir erkennen, welchen Einfluss die
Werte anderer auf unser eigenes Wertesystem haben. Somit repräsentiert dieses
Haus auch unseren Umgang mit Macht sowie unser Erleben von fremdem
Machteinfluss. Ein fremder Machteinfluss ist auch der Tod, welcher diesem Haus
zugeschrieben wird.
Das achte Haus ist weiter das Haus der
Schatten, des Okkultismus, der Grenzfragen und der Einstellung zum Tod. Es ist
das Haus der Wandlung, der Transformation und der Lebenskrisen. Es zeigt
unseren Umgang mit fremden und gemeinschaftlichen Mitteln und Besitztümer, der
Verwaltung von Werten, der Erbschaften und Vermächtnisse, der finanziellen
Ereignisse und Schulden, das Haus, in welchem wir es mit der Steuerbehörde oder
mit Banken zu tun haben und das Haus des Hinterfragens.

Sie
blieben ein Weilchen dann sitzen im Garten
Als
würden auf neue Ideen sie warten
Als
wäre es möglich, die Liebe zu retten
Und
flauschig in seidene Kissen zu betten
Doch
schien es sehr schwierig, sie mussten gestehen
Beschlossen
drum, eigene Wege zu gehen
Sie
küssten noch einmal die Leidenschaft her
Und
trennten sich dann mit dem Herzen ganz schwer
Und
Peterchen ging nun alleine von dannen
Er
fühlte ganz schwer sich von Kummer behangen
Was
soll ich alleine des Weges denn gehen
Er
blieb vor dem Abgrund der Felsenschlucht stehen
Hinunter
sich stürzen, so schien ihm die Pflicht
Er
hob hoch den Rucksack, er brauchte Gewicht
Ganz
dunkel der Himmel, er war voller Wolken
Und
ferne da hörte er Donner, die grollten
So
nahm er dann Abschied und lief hin zum Rand
Der
ihn mit dem Ufer des Todes verband
Er
sprang, und er fühlte sein Herz heftig schlagen
Auf
einmal da spürte ein’ Ruck er am Kragen
Er
merkte, sein Sturzflug abrupt war beendet
Er
spürte, das Blatt hatte jäh sich gewendet
Es
hing nun an seidenem Faden sein Leben
Doch
hätte er’s um keinen Preis mehr gegeben
Er
kletterte rauf, so schnell es nur ging
Und
warf eine Kusshand des Dankes dahin
Wo
unten im Felsen ein Ast war zu sehen
Dank
welchem die Wende so heftig geschehen
Er
rannte zurück in das Dorf ohne Pause
Dort
fand er sein Mädchen ganz traurig zu Hause
Auch
sie wollte teil nicht mehr haben am
Leben
Sie
wollte dem Tod mittels Strick sich ergeben
Er
schalt einen Tor sich, dass weg er gegangen
Fast
wäre sein Mädchen hier oben gehangen
Er
nahm in die Arme sie, hielt sie ganz fest
Zu
spüren sein Mädchen, schien ihm wie ein Fest
Ich
kann nicht alleine, so beichteten beide
Ich
will nicht, dass einer von uns nochmals leide
Tat
Peterchen kund und er meinte es wirklich
Dann
lassen wir trauen uns rechtens und kirchlich
Sie
hielten sich innig voll Leidenschaft fest
Und
planten wir bauen gemeinsam ein Nest
Du
hast Erfahrung und ich habe Geld
Zusammen
nur kann man erobern die Welt
Wir
legen zusammen, Du gibst mir das Deine
Wir
halten uns niemals zu kurz an der Leine
Wir
handeln vertraglich die Grenzen uns aus
Und
bauen zusammen ein richtiges Haus
9. Haus
Wie im dritten Haus geht es auch im
neunten Haus um Bildung und geistige Weiterentwicklung. Das neunte Haus jedoch
handelt von unserer persönlichen Meinungsbildung, von höherer Bildung und von
der Erweiterung unseres Bewusstseins. Durch diese philosophische Färbung
gehören auch die persönliche Wahrheitssuche und die Religionen in dieses Haus.
Auch Reisen werden dem neunten Haus zugeordnet.
Das neunte Haus ist das Haus der
Horizonterweiterung, der Expansion und der Fernreisen. Es ist das Haus der
fernen Länder, der Pläne und der Bildung. Es repräsentiert die Ethik, die
Religion, Weltanschauungen und die Philosophie. Es ist das Haus der Sinnsuche,
der Sinnfindung, der Einsicht, der Moral und des Glaubens, Es ist auch das Haus
der Weissagungen und der Grenzüberschreitungen. Es ist das Haus des Strebens
nach dem Ideal, der Sinnhaftigkeit des Lebens und der Suche nach dem göttlichen
Plan.

So
suchten sie auf dann den Pfarrer zu Haus
Er
hörte die Nachricht – es gab viel Applaus
Sie
gingen hinaus um zu sammeln die Gäste
Die
laden sie wollten zu folgen dem Feste
Die
Kirche sie war bis zum bersten gefüllt
Die
Braut war in Weiss bis zum Boden gehüllt
Der
Bräutigam hatte nicht lumpen sich lassen
Er
liess ganz in Weissgold die Ringe einfassen
Die
Kirche sie brachte die beiden zum denken
Sie
wollten einander ihr Leben zwar schenken
Doch
war dies der einzige Sinn hier auf Erden
Zusammen
verschmelzen und eines zu werden?
Sie
gingen nach Hause – sprich Tonjas Heim
Auch
Peterchen fand hier sein neues Daheim
Sie
sassen zusammen des Abends am Feuer
Sie
spürten, sie waren sich und lieb und sehr teuer
Sie
wollten auch bleiben zusammen als Paar
Doch
war ihnen dann schon am Tag drauf klar
Dies
alles war schön und es war wirklich nett
Zu
haben ein Heim, eine Liebe, ein Bett
Doch
mussten sie beide nun weiter im Leben
Es
galt nun nach höheren Dingen zu streben
Der
Sinn, der war nicht hier zuhause versteckt
Den
Sinn hatte mancher erst draussen entdeckt
So
packte dann Peterchen ein seine Habe
Zu
suchen nach seiner besonderen Gabe
Die
Sinn sollte bringen, erfüllen sein Leben
Nach
höheren Zielen zu helfen ihm streben
Die
Türe, sie fiel hinter ihm laut ins Schloss
Die
Sehnsucht zu reisen war bald riesengross
Er
schaute, wohin ihn der Weg alsbald führte
Und
welche Kreuzung sein Herz wohl berührte
Nach
links bog ein Weg ab, der ging hin zum Meer
Die
Sehnsucht nach Weite und Ferne war schwer
Nach
rechts schien der Weg in die Stadt einzumünden
Auch
hier konnte Neues man ihm wohl verkünden
Geradeaus,
da war der Bahnhof zu sehen
Zuhauf
sah man Leute von weitem schon stehen
Wohin
nun des Weges, das war seine Frage
Die
Antwort blieb aus, drum sie wurde zur Klage
Ach
Hekate* rief er, ich weiss nicht wie weiter
Wie
werde ich jetzt denn ach bloss nur gescheiter
Ein
Reiter zu Pferde kam trottend daher
Und
meinte: Die Antwort, die ist gar nicht schwer
Es
gilt nicht die Frage, wohin Du nun sollst
Es
spielt keine Rolle, wohin Du Dich trollst
Es
zählt nur das Eine, dass gehen Du tust
Und
dass Du nicht sitzest und weiter hier ruhst
* griechische Göttin der Wegkreuzungen
10.
Haus
Im zehnten Haus treten wir im Gegensatz
zum vierten Haus nach draussen. Wir verwirklichen hier unser Selbst und
bestimmen unsere gesellschaftliche Position. Die Häuserspitze, das Medium
Coeli, entspricht dem höchsten Punkt im Horoskop und repräsentiert unsere
persönlichen Ziele und Ambitionen.
Das zehnte Haus ist das Haus der Berufung
und des eigenen Rufes. Es ist das Haus der Ziele, der Zukunft und unserer
Ganz-Werdung. Es repräsentiert unsere Stellung und unser Ansehen in der
Gesellschaft, unseren Rang und unser Erfolgspotenzial. Es zeigt unseren
Ehrgeiz, unser Verantwortungsbewusstsein und unsere gesellschaftlichen und
beruflichen Zielvorstellungen. Es zeigt unseren Beitrag in der Gesellschaft und
unseren Platz in der Welt.

Wie
wahr, musste Peterchen alsbald erkennen
Er
musste von zweien der Wege sich trennen
Doch
schien die Entscheidung bis anhin schon gross
Er
wusste: Zu gehen, ja dies war sein Los
Er
drehte den Kopf dann noch einmal zur Seite
Liess
schweifen den Blick in die Ferne und Weite
Es
schien keine richtige Richtung zu geben
Wie
wär’s wohl, nach oben, zum Himmel zu streben?
Ein
kurzer Gedanke, wie er just erkannte
Auf
einmal ein Schatten, der ihn übermannte
Der
Schatten, er legte sich lautlos hernieder
Ein
Schrecken fuhr Peterchen herb durch die Glieder
Auf
einmal ein Zischen, ein lautloses Schweben
Er
wagte es kaum, seinen Kopf hochzuheben
Er
streckte sein Haupt hoch, erblickte darüber
Ein
riesiges Ding, das sich senkte hernieder
Es
schaukelte, gleitete lautlos ins Gras
Es
zischte und roch dann auf einmal nach Gas
Das
ist ein Ballon, so rief Peterchen aus
Ganz
bunt und ganz prall, und so gross wie ein Haus
Und
Peterchen wusste, hinauf ging sein Weg
Das
war seine Richtung, er griff nach dem Steg
Den
jemand ihm zuwarf, zu klettern hinein
Und
er hob ganz schnell in den Tragkorb sein Bein
Es
war ihm nicht klar, wer ihm hatte geholfen
Er
fühlte als erstes sich ganz unbeholfen
Er
schaute sich um, doch er war ganz alleine
Es
war ganz an ihm nun zu ziehen die Leine
Schon
hob er sich hoch und sah unten entschwinden
Das
Land und das Meer, und er flog mit den Winden
Der
einzige Kapitän war nun nur er
Zu
tragen das Risiko fiel ihm nicht schwer
Alleine
nur er hatte in seinen Händen
Die
Zukunft, sein Leben, er konnte es wenden
Er
konnte es biegen, er konnte es lassen
Er
konnte nun ganz neue Pläne auch fassen
Er
würde nun fliegen mal quer übers Land
So
wurde er schliesslich im Lande bekannt
Man
klatschte und jubelte, wo er erschien
Und
lief ganz bewusst zu den Landungen hin
Und
wenn er zum Boden hernieder sich liess
Der
Pöbel, die Menge dann bald zu ihm stiess
Er
merkte, die Leute, sie mochten ihn sehr
Und
doch fiel das Reden zu Anfang ihm schwer
Doch
bald schon er spürte, man wollte ihn hören
Er
schien hier mit Worten das Volk zu betören
Er
wusste, er musste nun nutzen sein Tun
Auf
Lorbeeren durfte er keinesfalls ruhn
11.
Haus
Im elften Haus haben wir hohe Ideale und
wünschen uns eine Gemeinschaft von gleichdenkenden Mitmenschen. Unsere
Idealvorstellung ist ein Reigen von entwickelten Individuen, die mit ihrer
Unterschiedlichkeit und ihrem Individualismus am selben Strang in Richtung
einer besseren Welt ziehen.
Das elfte Haus repräsentiert die Welt der
Gleichgesinnten, der Gruppen, Vereine, Wahlverwandtschaften und Freunde. Es
zeigt unsere Vorstellung von Kameradschaft und welchen Freundeskreis wir haben.
Es steht für das eigene Denken, für das Verhältnis zur Gesellschaft, für
Ideologien, für das Eintreten für Menschenrechte, für Gleichberechtigung,
Zeitgeist, Fortschritt, Technik, Reform, Freiheit und Originalität. Es zeigt
unsere Identifikation mit einer bestimmten Gruppe und unsere Überzeugungen.
Auch zeigt es den technischen Fortschritt.

Er
war bald bekannt als politischer Reder
Doch
fühlte er bald sich als protziger Streber
Ihn
nagten bald Zweifel, das Rechte zu tun
Das
Sein an der Spitze schien ihm opportun
Er
wollte den Menschen zwar Neues erzählen
Und
helfen den vielen, die täglich sich quälen
Er
hatte Ideen zu bringen dem Volke
Doch
schien nicht zu sein mehr sein Platz auf der Wolke
Der
Heissluftballon musste runter nun gleiten
Und
schon kam die Hilfe von allen vier Seiten
Man
half ihm, den Tragkorb am Boden zu binden
Und
sich aus den Fängen der Seile zu winden
Er
war bald inmitten von jubelnden Händen
Die
Menschen, sie schienen Signale zu senden
Denn
er spürte Freundschaft und viel Sympathie
Er
fühlte geschätzt sich so stark wie noch nie
So
fing er nun an, sich ganz arg einzumischen
Was
nötig war, glaubte allein er zu wissen
Er
mischte sich ein und liess kundtun herum
Die
Meinung, die eigne, und war sie auch dumm
Er
glaubte den Menschen nun helfen zu müssen
Doch
schienen die meisten aufs Mal sehr verbissen
Sie
mochten die Hilfe alsbald nicht mehr hören
Sie
wollten nicht lassen von ihm sich betören
Was
war denn nur los, fing er sich an zu fragen
Ich
hörte die Menschen doch immerzu klagen
Und
wollte dann helfen, ich wusste doch stets
Die
Lösung, und hörte so oft dann: nun geht’s
Auf
einmal nun will man ganz scheinbar mich meiden
So
dachte er und er fing bald an zu leiden
Er
wünschte, es käme Begleitung daher
Vermisste
vor allem die Freunde gar sehr
Er
ging so dahin, ganz gedankenverloren
die
Lage sie schien ihm, ganz äusserst verworren
Da
kam ihm auf einmal ein Männlein entgegen
Das
meinte: Darf ich Dich wohl fragen verwegen?
Es
plagt mich ein Ding und ich möchte Dich fragen
Kannst
Du hierzu mir eine Lösung wohl sagen?
Warum
fragst Du mich, meinte Peterchen bös
Mir
scheint es, dass man sich von mir lieber lös’
Was
sagst Du, Du Dummer, Du weißt doch so viel
Zu
fragen Dich ist doch so manchem ein Ziel
Nur
lass es uns freiwillig tun, ohne Zwang
Vermeide
beim Helfen den zu starken Drang
Nun
war es ihm klar: dass man wollte ihn haben
Im
Aufdrängen dort lag der Hund wohl begraben
Auf
einmal, da hatte er Freunde ganz viele
Man
tanzte, man teilte sich mit, machte Spiele
12.
Haus
Das zwölfte Haus schliesst den Kreis des
Horoskops. Wir haben alle Entwicklungsstufen durchlebt und dürfen uns nun
zurückziehen. Dieses Haus bietet uns die Möglichkeit, uns einer höheren Entwicklungsstufe
zuzuwenden und uns in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen. Wir lösen
uns auf und treten in eine spirituelle Welt ein.
Das zwölfte Haus zeigt unser Bedürfnis
nach Rückzug und Stille. Es zeigt, wie wir uns mit dem Ganzen identifizieren.
Es ist das Haus der Spiritualität, der Meditation und der Mystik. Es ist das
Haus der Isolation, der Einkehr, der Weltabgeschiedenheit, des Klosterlebens
und der Einsamkeit. Es ist das Haus der grossen Tiere und der chronischen
Krankheiten. Es ist das Haus der Süchte, der Gefährdungen, der geheimen Feinde,
der Selbstaufopferung, der Geheimnisse, des Unterbewussten und des Verdrängens.
Es ist das Haus der Flucht, der Träume und der Illusionen. Hier ist unser
Bedürfnis nach Auflösung und unser Wunsch zur Rückkehr in den Urzustand der
Einheit auszumachen.

Es kam nun die Zeit, da war Peterchen müde
Er
hatte zwar Spass, doch es schien ihm sehr rüde
Sein
Leben, denn täglich schien Neues zu kommen
Als
hätte er gar keine Ziele erklommen
Er
setzte sich hin, ganz frustriert in das Gras
Es
hatte noch Tau drin, es war ziemlich nass
Auch
kühl war der Boden, gefroren an Stellen
Und
doch schien die Sonne den Tag aufzuhellen
Sie
schickte zur Erde ganz zärtliche Strahlen
Auch
schienen die Frösche schon lauthals zu prahlen
Er
hörte ihr Quäken nicht allzu weit fort
Auch
Zugvögel kamen zurück an den Ort
Peterchen
wurde es langsam gewahr
Vergangen
war ein astrologisches Jahr
Der
März ging zu Ende, der Frühling kam an
Das
Ganze fing bald wohl von vorne dann an
Was
war denn nur los, was gab es zu klagen?
Was
macht mich so traurig, fing er an zu fragen
Er
fühlte sich müde, er wollte nur ruhn
Er
wollte nun wirklich auch gar nichts mehr tun
Er
legte sich nieder und schloss seine Augen
Er
nahm einen Joint und fing dran an zu saugen
Da
fühlte er bald sich ganz friedlich und gut
Er
legte zum Schutz ins Gesicht sich den Hut
Schon
bald fing die innere Reise dann an
Er
fühlte sich bald von der Welt angetan
Die
sich ihm dort öffnete, farbig und schön
Es
gab dort viel Blumen und andres zu sehn
Er
wanderte durch einen magischen Wald
Er
machte in mystischen Städten oft Halt
Er
flog durch das All, lernte Marsmenschen kennen
Er
konnte durch brennende Kohlen gar rennen
Er
traf einen Mann von unendlichem Alter
Der
meinte: Ich bin Deiner Träume Verwalter
Er
sagte ihm: Bleibe nicht stehn, gehe weiter
Das
Leben, es macht Dich doch täglich gescheiter
Er
lernte viel Neues und hörte viel Weises
Doch
nichts blieb so fest wie die Worte des Greises
Noch
wichtiger als zu den Sternen zu streben
Das
ist es zu schätzen sein eigenes Leben
Der
Rückzug, er machte ihn alsbald gesund
Die
Welt schien ihm anders nun, fröhlich und bunt
Er
setzte sich auf, zog die Schuhe sich an
Und
wusste, der Kreis fängt von vorne nun an
Quellenangabe: Sämtliche Verse und die
Bilder ab Seite 2 stammen von Susanne Gruber www.astrogruber.ch und dürfen nur unter
Angabe der Quelle weiterverwendet werden.
Quelle Bild Seite 1: www.horoskop.at
Quellenangabe der einführenden
Erläuterungstexte:
„Astrologische Häuser und
Aszendenten“ von Howard Sasportas
„Häuser“ von Anita Weibel, Urs
Zimmermann und Barbara Stauffer, Lehrheft des SAF
Susanne Gruber, im Sommer 2010 www.astrogruber.ch
Copyright by Susanne Gruber